Krefelder Friedensbündnis

Nachruf Cornelius Schmidt



Danke, Cornelius Schmidt

Man erkannte die Silhouette schon von weitem: groß, schlank und mit dem charakteristischen breitkrempigen Hut, den er häufig trug. Das war Cornelius Schmidt, der Pfarrer der altkatholischen Gemeinde. Nicht nur wegen seiner Erscheinung war er so bekannt. Geschätzt wurde er in vielen Zusammenhängen des progressiven Krefeld wegen seiner klaren, deutlich artikulierten Haltung und seines Einsatzes für Frieden, soziale Gerechtigkeit, Antifaschismus, Flüchtlinge, Umwelt und vieles mehr.

Besonders beispielhaft war das Kirchenasyl für eine kurdisch-alevitische Frau mit ihren fünf Kindern. Außerdem war er als Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Krefeld und Meerbusch an einer Briefaktion mit dem Friedensbündnis für militärfreie Bildung in Schulen beteiligt. Es war ein unermüdlicher Einsatz, denn oft fragte man sich beim Blick auf den Absendezeitpunkt seiner E-Mails, wann der Mann seinen wohlverdienten Feierabend hatte.

Wenn man ihn dann mal in in einer „Pause“ antraf, z.B. beim regelmäßigen Kehren des Bürgersteigs vor dem Dreikönigenhaus ("Dabei kann ich wunderbar nachdenken und komme in Kontakt mit Menschen."), lernte man auch seinen wundervollen Humor kennen. Legendär war sein Brief an die Firma Red Bull, als er ein Musikinstrument für seine Kirche benötigte: "Sie sagen doch immer, Red Bull verleiht Flügel. Davon könnte ich jetzt einen brauchen." Ja, so war er, unser Cornelius. Nun ist er am 18 Januar 2024 überraschend gestorben, wir werden ihn sehr vermissen.





Bericht von der Demo "Frieden schaffen ohne Waffen" am 27.1.2024



Am Samstag den 27.01.2024 trafen sich Mitglieder des Friedensbündnisses und einige Freunde (zwischen 15 und 20 Personen) um 12 Uhr an der Dionysiuskirche, um von da aus langsam durch die Fußgängerzone bis zum Neumarkt zu demonstrieren und wieder zurück. Es kam uns dabei nicht auf die Menge der Teilnehmenden an, sondern darauf, dass jede/r ein Plakat oder Transparent trug, auf dem unsere Kritik und unsere Forderungen an die Regierungspolitik zu lesen waren. Die DFG-VK hatte sich die Mühe gemacht und dafür 10 Plakatträger gebastelt. Während der gesamten Aktion in der belebten Innenstadt und bei unserem längeren Verweilen auf dem Neumarkt machten wir zusätzlich über einen kleinen Lautsprecher auf unsere Anliegen aufmerksam. Passanten blieben neugierig stehen, manche sprachen uns an.

Frieden schaffen ohne Waffen
Bild von der Demo






Krefeld verteidigt rote Linie der Demokratie

Gegen Rechtsextremismus und neonazistische Netzwerke!



Gegen Rechtsextremismus und neonazistische Netzwerke wird in Krefeld zu einer Großdemonstration am Samstag, 3. Februar, aufgerufen (Beginn 14 Uhr am Platz der Wiedervereinigung).

Ein breites Bündnis aus Vereinen, Initiativen, Parteien, Gewerkschaften, Religionsgemeinschaften, Kulturschaffenden, Wirtschaftsverbänden und Unternehmen ruft dazu auf, gemeinsam auf die Straße zugehen, um die Vielfalt zu feiern und gegen rechtsextreme Hetze ein klares Statement zu setzen.





Demo "Frieden schaffen ohne Waffen" am 27.1.2024



Das Krefelder Friedensbündnis hat für Sa., den 27.01.2024 von 12 - 14 Uhr eine Demo "Frieden schaffen ohne Waffen"angemeldet. Start ist an der Diokirche vor dem Eingang Rheinstraße. Wir ziehen mit Plakaten (Kritik an der gegenwärtigen Politik, die im Haushalt Sozialmittel kürzt, die Militär stärkt und Krieg befürwortet, statt auf zivile Konfliktlösungen zu drängen) über Rheinstraße und Hochstraße bis zum Neumarkt und wieder zurück.





Ökumenischer Friedensgottesdienst am Buß- und Bettag
22.11.2023 19.00 Uhr Stadtpfarrkirche St. Dionysius



ökumenischer Friedensgottesdienst


Korrektur:
Leider findet die Filmvorführung um 20 Uhr nicht statt. Die ACK-Vorsitzende, Frau Dr. Schwahn, befürchtet, in der gegenwärtigen Situation könne der Film leicht missverstanden werden im Sinne einer Bewertung der Konfliktparteien.
Wer Interesse an dem Film hat, kann sich gerne an uns wenden.






Gedenkveranstaltung zum Gedenken an die Opfer und die Ereinisse der
Reichspogromnacht 1938 am 9.November 2023



Am 9.November um 18:00 Uhr findet die jährliche Gedenkveranstaltung zur Erinnerung an die Reichspogromnacht am Mahnmal auf dem Platz an der Alten Synagoge statt. Bereits ab 16:00 Uhr werden Zeitzeugenberichte eingespielt um mit Passanten in den Austausch zu kommen und einen Beitrag für die weiterhin so dringend nötige Aufklärungsarbeit zu leisten.





Mahnwache: Frieden für den nahen Osten!

am Freitag, 27.10.2023 um 17.30 Uhr
Neumarkt Krefeld



Flyer-Mahnwache für Frieden


Flyer herunterladen





Stellungnahme zum aktuellen Israel-Palästina Konflikt

Der Angriff der Hamas und die Ereignisse, die sich abspielten, sind unaussprechlich. Es bricht einem das Herz, dass verängstigte Zivilisten in ihren Häusern belagert wurden, wie unschuldige Menschen kaltblütig auf den Straßen, auf Partys und zu Hause ermordet wurden. Hunderte wurden als Geiseln genommen und in den Gaza-Streifen verschleppt.

Als Reaktion wiederholte unsere Politik in den letzten Tagen oft, dass die Sicherheit Israels deutsche Staatsräson sei und Deutschland an Israels Seite stehe. Das kann man für die richtige Konsequenz halten, die man aus der deutschen Geschichte ziehen sollte. In der derzeitigen Situation muss die Politik aber auch klar machen, was das bedeutet. Gerade wird die seit Jahrzehnten ansteigende Spirale aus Hass, Gewalt und Vergeltung zwischen Israel und Palästina wieder weiter gedreht, und wieder sind vor allem die Zivilisten auf beiden Seiten die Leidtragenden. Und wieder stellt sich heraus, dass auch die furchtbare Gewaltorgie der Hamas nicht die Existenz des Staates Israel gefährden kann, dazu ist der Unterschied der Kräfteverhältnisse zu gewaltig.

Nach dem furchtbaren Angriff der Hamas auf Israel richtet sich der Blick jetzt auf Gaza, das die israelische Armee komplett abgeriegelt hat und bombardiert, dort ist die Situation verheerend. Die humanitäre Katastrophe infolge der massiven Zerstörungen und des Fehlens von Strom, Treibstoff und Wasser, wird verstärkt durch die Aufforderung der israelischen Regierung an die Menschen in Gaza, den Norden dieses dicht besiedelten kleinen Stücks Land zu verlassen, und hat Panik ausgelöst. Sie fürchten um ihr Leben, um ihre Häuser und Wohnung und darum, dass sie keinen Ort zur Rückkehr haben werden, wenn sie ihre Wohnorte einmal verlassen.

Es mehren sich die mahnenden Stimmen, dass Israels Recht auf Selbstverteidigung nach den Regeln des humanitären Völkerrechts erfolgen muss, auch wenn der Gegner sie in eklatanter Weise verletzt. Nur so könne man eine Demokratie von Terrororganisationen unterscheiden. Das wichtigste Prinzip ist, dass die Verfolgung des militärischen Ziels verhältnismäßig sein muss. Es sind also nur diejenigen Maßnahmen erlaubt, die zur Beseitigung der Gefahr wirklich nötig sind.

In den arabischen/islamischen Nachbarstaaten Israels wird diese Entwicklung genau verfolgt, es gibt Demonstrationen pro Palästina und gegen Israel. Die aktuelle Situation wird als Folge einer langen Entwicklung unter Missachtung von UN-Resolutionen durch Israel gesehen: die seit 56 Jahren bestehende völkerrechtswidrige Besatzung und fortwährende Annexion palästinensischen Landes; die Blockade des Gazastreifens seit mehr als 16 Jahren, die für die dort lebenden mehr als 2,1 Millionen Palästinenser*innen katastrophale Auswirkungen hat; der Siedlungsbau; der nach einem Gutachten des IGH völkerrechtswidrige Bau der Sperranlage; massenhafte politische Inhaftierungen („Administrativhaft“); bewaffnete Übergriffe mit Verletzten und Toten; Hauszerstörungen, die gegen Art. 49 der auch von Israel unterzeichneten Vierten Genfer Konvention verstoßen.

Dauerhafte Sicherheit wird es für Israel nur in einer friedlichen Koexistenz mit seinen Nachbarn geben, und die erfordert die Lösung des Palästina Konflikts. Wenn die deutsche Politik also im Sinne unserer Staatsräson Israels Sicherheit garantieren will, muss sie aktiv zur Lösung dieses Konflikts beitragen. Auch wenn das bedeutet, Änderungen an der Israelischen Politik anzumahnen. Sie muss sich dafür einsetzen, den Kreislauf der Gewalt zu beenden und an alle Akteure im israelisch-palästinensischen Konflikt appellieren, sich an die Prinzipien des internationalen Völkerrechts und der Menschenrechte zu halten. Es wird keinen Frieden geben ohne ein Ende der völkerrechtswidrigen israelischen Besatzungspolitik sowie eine politische Lösung, die von den Konfliktparteien ausgehandelt werden muss.


Die Stellungnahme herunterladen können Sie hier.







Diskussionsveranstaltung mit Werner Rügemer

Dienstag, 14.11.2023 19 Uhr
Südbahnhof Krefeld, Saumstr. 9
Eintritt frei


Dr. Werner Rügemer
Dr. Werner Rügemer
Publizist, Buchautor, Philosoph,
Lehrbeauftragter an der
Universität Köln
Hinter dem Nebel der Kriegspropaganda:
Die wirtschaftlichen und politischen Interessen des Westens an der Ukraine


Die Ukraine wurde nach der Unabhängigkeit 1990 nach neoliberalem Muster umgestaltet. Worin liegt die besonders extreme Weise der Umgestaltung begründet? Und warum ist die geostrategische Bedeutung der Ukraine für die USA so wichtig? Darüber erfahren wir in den Medien wenig und die Politik befeuert und eskaliert den Krieg in unverantwortlicher Weise und mit immer perfideren Waffenlieferungen, zum Teil völkerrechtswidrig. Leidtragende ist in beiden Fällen die ukrainische Zivilbevölkerung.

Dr. Werner Rügemer wird mit seinem profunden Hintergrundwissen die komplizierten Zusammenhänge für uns beleuchten.





Eine gemeinsame Veranstaltung von

attac
DFG-VK
Emmaus
Krefelder Friedensbündnis
Friedensbewegung Pax Christi Krefeld
VVN
Werkhaus


Den Flyern zur Veranstaltung herunterladen können Sie hier.







Hiroshima Gedenken 2023

Samstag 5.8.2023 14-17 Uhr
Kundgebung auf dem Neumarkt in KR zum Gedenken der Atombombenopfer in Japan

Der Text der Rede von Stefan Sweekhorst findet sich hier

Montag 7.8.2023 18.30 – 19 Uhr
Gedenken an Hiroshima und die Hibakusha

im Rahmen der Montagslesung – 7. August 2023, 18.30 – 19 Uhr
in Uerdingen vor der alten Bücherei am Marktplatz


Gedenken an Hiroshima und die Hibakusha

Das ist das Motto der diesjährigen Hiroshima-Gedenkveranstaltung, zu der das Krefelder Friedensbündnis im Rahmen der Montagslesung zum Erhalt der alten Bücherei in Uerdingen einlädt.

Hibakusha heißen in Japan die Überlebenden der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki. Heute zählt man zu den Hibakusha aber auch die Opfer des Uranabbaus und der Atombombentests, meist indigene Völker.

Vorgelesen wird aus dem Buch „Der Tag der Bombe“ von Theodore Taylor, begleitet vom Krefelder Friedenschor.
(Leserechte mit freundlicher Genehmigung des S. Fischer Verlag GmbH, Frankfurt a.M.)





Flaggentag der Bürgermeister für den Frieden am 8.7.2023


Auch in diesem Jahr hat Krefeld als Mitglied bei den Bürgermeistern für den Frieden gemeinsam mit dem Krefelder Friedensbündnis den Flaggentag ausgerichtet.

Die Stadt Krefeld verlautete auf ihrer Webseite:

" Am Samstag, 8. Juli, haben weltweit die über 8.000 Mitgliedsstädte und -gemeinden der „Mayors for Peace" mit dem Hissen der Flagge des Bündnisses vor ihren Rathäusern ein Zeichen gesetzt für Frieden und Solidarität in einer Welt ohne Atomwaffen. Das internationale Städtenetzwerk „Mayors for Peace" wurde im Jahr 1982 durch den Bürgermeister von Hiroshima gegründet. Die Stadt Krefeld ist seit 2010 Mitglied. Bürgermeister Karsten Ludwig hat am 8. Juli die Fahne mit der Aufschrift „Bürgermeister für den Frieden/Mayors for Peace" vor dem Krefelder Rathaus am Von-der-Leyen-Platz gehisst."

Flaggenhissen Mayors for Peace
Hissen der Flagge des Bündnisses "Mayors for Peace vor dem Rathaus mit Ingrid Vogel, Krefelder Friedensbündnis,
und Bürgermeister Karsten Ludwig (jeweils 2. von vorne links und rechts an der Flagge).
Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, D. Jochmann


Beteiligt an der Feier waren auch Ingrid Vogel (Krefelder Friedensbündnis) mit einer Rede, der Krefelder Friedenschor mit mehreren Liedern und Hans-Josef Degemann und Ulrich Juncker von der DFG-VK mit jeweils einem Gedicht.

Den Text der Rede von Ingrid Vogel (Friedensbündnis) finden Sie hier.







„Die Würde der Namenlosen“

Filmabend des Krefelder Friedensbündnisses zum Weltflüchtlingstag
Di. 20.06.2023 um 19 Uhr in der Mennonitengemeinde, Königstr. 132


„La Dignidad de los Nadies“, Dokumentarfilm, Arg. 2005, Regie: Fernando E. Solanas, 112 min., Span. mit dt. Untertit., freier Eintritt.

Solanas erzählt Geschichten dieser Namenlosen in einem Slum von Buenos Aires, die weder Geld noch Namen haben, aber Überlebenswillen und eine ihnen eigene Würde. Der Film erzählt von Hunger, Unterdrückung, gewaltlosem Widerstand und Solidarität. Der Film hat von seiner Aktualität nichts verloren, denn die Schere zwischen Arm und Reich wächst stetig, weltweit. Namenlos sind auch die vor Krieg und Not Flüchtenden und bei uns Schutz-Suchenden, aber auch die bei uns am Rande der Gesellschaft Lebenden.

Der Filmabend findet statt im Rahmen des von der Stadt Krefeld unter dem Motto „Frieden teilen“ organisierten Weltflüchtlingstags.





Dokumentation unserer Veranstaltung mit Andreas Zumach am 24.2.2023


Zu unserer "Zeitenwende"-Veranstaltung mit Andreas Zumach am 24.2.2023 gibt es jetzt eine umfangreiche Dokumentation auf der "MutbuergerDokus"-Seite von Bodo P. Schmitz.

zur Dokumentation







Bericht von der Ostermarsch-Fahrradtour 2023

Wortbeiträge


Unter diesem Link sind einige Fotos zum Krefelder Ostermarsch 2023 zu finden.

Im Folgenden geben wir Wortbeiträge wieder, die bei der Tour gehalten wurden. Es gilt das gesprochene Wort.







Ostermarsch-Fahrradtour Ostermontag 10. April 2023 - 14 Uhr

Treffpunkt: 14 Uhr Rathaus, von-der-Leyen-Platz



Die gesamte Veranstaltung dauert etwa 2,5 Stunden.

Den Flyer können Sie hier herunterladen.

Ostermarsch 2022 - Flyer






"Zeitenwende" Veranstaltung mit Andreas Zumach
am Freitag, 24.2.2023 um 18:30
im Südbahnhof, Saumstr.9, Krefeld


Trotz Ukrainekrieg:
Für eine ökologische,
militärfreie sowie
sozial und global
gerechte Zeitenwende!

Diskussionsveranstaltung
mit Andreas Zumach
Eintritt frei

Kostspielige Hochrüstung, eine auf lange Dauer angelegte Konfrontation mit Russland sowie die Vernachlässigung von Klimawandel, Hunger und anderen globalen Herausforderungen – diese „Zeitenwende“ bieten Politik und Medien fast unisono an als angeblich alternativlose Antwort auf Putin-Russlands völkerrechtswidrigen Krieg gegen die Ukraine.

Was wären die Chancen und notwendigen Schritte für eine militärfreie, ökologische sowie sozial und global gerechte Zeitenwende und für eine europäische Friedensordnung, die es nur mit Russland geben kann?


Andreas Zumach (Journalist und Buchautor, Experte für internationale Beziehungen und Konflikte, langjähriger Korrespondent am Sitz der UNO in Genf)


Eine gemeinsame Veranstaltung von

attac
DFG-VK
Emmaus
Krefelder Friedensbündnis
VVN
Werkhaus


Den Flyern zur Veranstaltung herunterladen können Sie hier.







Friedensgebet zur Friedensdekade am 12.11.2022


Zur Ökumenischen Friedensdekade vom 06. – 16.11.2022 gestaltet das Krefelder Friedesbündnis am 12.11.2022 um 12 Uhr in der Alten Kirche ein Friedensgebet.

Das Programm herunterladen können Sie hier.







Plakataktion zur Friedensdekade 2022


Zur Ökumenischen Friedensdekade 06. – 16.11.2022 haben die DFG-VK und das Krefelder Friedensbündnis eine Plakatwand in der Krefelder Innenstadt (Ecke Dreikönigenstr. Petersstr.) gestaltet.

Plakataktion 2020






Bundesweiter Aktionstag am 1. Oktober 2022


Dazu machte das Krefelder Friedensbündnis einen Infostand in der Innenstadt, um auf seine Forderungern hinzuweisen:

Für eine soziale, ökologische und zivile Friedenspolitik

Forderungen zum Ukraine-Konflikt:


Der Mensch erfand die Atombombe.
Doch keine Maus der Welt würde eine Mausefalle konstruieren.
(Albert Einstein)


Den Flyer herunterladen können Sie hier.







"Friedensrede" beim Fest ohne Grenzen


Beim diesjährigen Fest ohne Grenzen am 20.8.2022 hält Dr. Achim Schmitz vom Friedensbündnis einen Redebeitrag zum Thema "Pazifismus während des Ukraine-Krieges".
Den Text der Rede finden Sie hier.







Hiroshima Gedenken 2022


Das Hiroshima Gedenken, das vom Krefelder Friedensbündnis meist am 6.8. auf dem Platz vor der Alten Kirche veranstaltet wurde, kann in diesem Jahr so nicht stattfinden, weil auf dem Platz am 5. und 6.8.2022 das Folklorefest ausgerichtet wird. Deshalb spricht Ingrid Vogel vom Krefelder Friedensbündnis am 5.8.2022 um 15.55 Uhr beim Folklorefests ein Grußwort.

Das eigentliche Gedenken an die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki findet im Rahmen der "Montagslesungen" am 8.8.2022 in Uerdingen statt.

Hiroshima Gedenken 2022 in Krefeld - im Rahmen der 476. Montagslesung

Ort: vor der Bücherei Krefeld-Uerdingen, Am Marktplatz 5, 47829 Krefeld
Zeit: Montag, 8.8.2022, 18.30-19 Uhr
Titel: "Hiroshima und Nagasaki mahnen – Gedenken allein reicht nicht“
Gelesen wird aus zwei Büchern, "Schwarzer Regen“ von Masuji Ibuse,
und "Tschernobyl – Eine Chronik der Zukunft“ von Swetlana Alexijewitsch (Literatur-Nobelpreisträgerin 2015)
Musik: Krefelder Friedenschor


Noch ein Hinweis:
Passend zum Gedenktag gibt es im WDR5 gerade einen Audiobeitrag über den Gingkobaum aus Hiroshima, den das Friedensbündnis zum Hiroshimatag 2016 im Krefelder Zoo gepflanzt hat, zu hören ist er hier





Flaggentag der Bürgermeister für den Frieden am 8.7.2022


Auch in diesem Jahr hat Oberbürgermeister Frank Meyer als Mitglied bei den Bürgermeistern für den Frieden gemeinsam mit dem Krefelder Friedensbündnis den Flaggentag ausgerichtet. Denn am 8. Juli jedes Jahres setzen bundesweit Bürgermeister*innen vor ihren Rathäusern ein sichtbares Zeichen für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen. Mit dem Hissen der Flagge des weltweiten Bündnisses der Mayors for Peace appellieren die Bürgermeister für den Frieden an die Staaten der Welt, Atomwaffen endgültig abzuschaffen.

Von der Veranstaltung gibt es jetzt eine Video auf youtube, das Sie hier ansehen können:



Den Text der Rede von Ingrid Vogel (Friedensbündnis) finden Sie hier.









Friedensgebet in der alten Kirche – Sa.11.06.2022 um 12 Uhr

Dieses samstägliche Friedensgebet in der Alten Kirche wurde aktuell anlässlich des Ukrainekrieges von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) initiiert. Betreut von Cityseelsorger Falk Schöller hat das Krefelder Friedensbündnis die Ausrichtung der Friedensandacht am kommenden Samstag übernommen und lädt herzlich dazu in die Alte Kirche um 12 Uhr ein: Andacht, Lieder und Gebete für die Ukraine und darüber hinaus. Das halbstündige Programm wird zusammen mit dem Krefelder Friedenschor gestaltet. Unsere Chorleiterin, Rita Suermondt, ist kürzlich durch einen tragischen Unfall ums Leben gekommen. Dennoch wollen wir, ganz in ihrem Sinn, als Chor das Friedensgebet miteinander halten und werden dabei musikalisch von der Organistin Christiane Böckeler unterstützt.





8. Mai 1945: Tag der Befreiung von Krieg und Faschismus

gemeinsamer Aufruf


Am 8. Mai 2022 jährt sich die Befreiung von Krieg und Faschismus zum 77. Mal und der 2. Weltkrieg, welcher unermessliches Leid über die Völker der Welt und insbesondere Europas gebracht hat und ca. 60 Mio. Tote forderte, endete mit der Unterzeichnung der bedingungslosen Kapitulation seitens der deutschen Heeresleitung in Berlin. In Krefeld endete der Krieg bereits am 3. März 1945 nach dem Einmarsch der amerikanischen Alliierten nach nur zwei Tagen Kampf.

Der Eroberungs- und Vernichtungskrieg der Nazis, welcher mit dem Überfall auf Polen am 1. 9. 1939 begann und seine grausame Fortsetzung am 22. 6. 1941 mit dem Überfall auf die Sowjetunion fand, machte keinen Unterschied zwischen Weißruss*innen, Ukrainer*innen, Russ*innen oder anderen Sowjetvölkern – sie waren unterschiedslos die von den Nazis so genannten „jüdisch-bolschewistischen“ bzw. „slawisch-bolschewistischen Untermenschen“, die es im Sinne der Naziideologie entweder zu versklaven oder auszurotten galt.

Unser Gedenken gehört allen Opfern von Faschismus und Krieg – den sechs Millionen ermordeten jüdischen Menschen, den ermordeten Sinti und Roma, den politisch Verfolgten und in KZ Ermordeten, den aus ihren Heimatländern Verschleppten und zur Arbeit in Deutschland unter unmenschlichen Bedingungen Gezwungenen sowie den zahllosen ermordeten Zivilisten und Soldaten in den überfallenen Ländern.

Die im Juni 2020 verstorbene Ehrenpräsidentin der „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten“ und Auschwitzüberlebende Esther Bejarano kämpfte viele Jahre und Jahrzehnte gegen das Erstarken von Neonazis, gegen jede Form von Neofaschismus und Rassismus, gegen rechte Hetzer der AfD in Bundestag und Länderparlamenten, von wo aus beispielsweise A. Gauland die zwölf Jahre Nazidiktatur als „Vogelschiss“ in der Geschichte bezeichnen durfte. Sie sagte: „Der Nazismus und Rassismus wurde in diesem Land auch nach 1945 weder politisch noch gesellschaftlich so konsequent bekämpft, wie er hätte bekämpft werden müssen und können. Er konnte sich auch weiterhin in staatlichen Strukturen festhalten, vor allem im Verfassungsschutz und in der Justiz, und ja sogar noch mehr, er konnte sich weiter ausbreiten.“

Ein weiteres wichtiges Anliegen Esther Bejaranos war der Kampf darum, den 8. Mai als „Tag der Befreiung“ zum offiziellen Feiertag zu erklären. In vielen Ländern Europas wurde der 8. Mai oder ein Tag rund um den 8. Mai Feier- oder Gedenktag wie z.B. in Frankreich, Tschechien und der Slowakei (8. Mai), in der Ukraine (8. und 9. Mai) und in Russland (9. Mai). In Italien feiert man den „Tag der Befreiung Italiens“ am 25. 4. und den „Bevrijdingsdag“ in den Niederlanden begeht man dort am 5. 5. Was am 8. Mai 2020 anlässlich des 75. Jahrestags der Befreiung in Berlin einmal möglich war, muss die Regel werden. Deshalb unterstützen wir die Forderung: 8. Mai muss Feiertag werden!

Samstag, 7. 5. 2022, 13 Uhr Mahnwache Joseph-Beuys-Platz vor dem KWM
Sonntag, 8. 5. 2022, 13 Uhr Gedenken am Mahnmal für die Opfer der KZ

Friedhof Nähe Krematorium bzw. Eingang Am Behringshof und anschließend an den Gräbern der Zwangsarbeiter*innen

Ein gemeinsamer Aufruf von
ATTAC Krefeld, Bündnis Krefeld für Toleranz und Demokratie, DFG-VK Krefeld, Krefelder Friedensbündnis, VVN-BdA Kreis Krefeld

Den Aufruf können Sie hier herunterladen:

8.Mai Flyer


8. Mai - Tag der Befreiung - Redebeitrag Friedensbündnis - Hauptfriedhof

Es gilt das gesprochehe Wort.

Heute am 8. Mai stehen wir hier zusammen am Mahnmal für die Opfer der Konzentrationslager, um zu gedenken und zu mahnen.

Nach den Gräueln von Faschismus und Krieg hieß es 1945: „Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!“ Lernen aus der Geschichte mit über 60 Mio. Toten. Lernen, dass Nationalismus und Militarismus einem friedlichen Zusammenleben der Völker nicht dienlich sind.

Wie konnte es geschehen, dass diese Forderungen heute wieder notwendig sind? Besser gesagt, immer noch notwendig sind, - denn der braune Faden war nie abgerissen, er zieht sich seit 1945 weiter durch die Adenauerära bis heute, wo eine AfD im Bundestag sitzt.

Viele von denen, die in der NS-Zeit im Widerstand kämpften, litten und ihr Leben riskierten, sahen sich im Nachkriegsdeutschland gleichermaßen diskreditiert und von den gleichen Richtern gerichtet und verurteilt. Der Jurist Fritz Bauer, einer der wenigen mit Rückgrat, kämpfte gegen Windmühlen an. Eine NPD ist nie verboten worden. Die verbrecherische Arbeit rechtsextremer Organisationen wurde verschleiert und Aufklärung von offiziellen Stellen erschwert. Rechtspopulistische Töne sind in den letzten Jahren bis in die Mitte der Gesellschaft hoffähig gemacht worden. GG-Artikel sind aufgeweicht und Demokratie ist abgebaut worden. Nach verpassten Chancen für eine Gemeinsame Sicherheit, europäisch und international, nehmen Nationalismus und Militarismus wieder zu. Ein Dritter Weltkrieg ist nicht mehr ausgeschlossen.

Wenn wir diese Katastrophe vom Ende her denken, wenn wir uns das Schlimmste vorstellen, den Einsatz von Atomwaffen, dann ist die Frage unerheblich, wer zuerst angefangen hat.

Dieser Ort hier, das Mahnmal für die unzähligen Opfer, ist eigentlich ein Ort der Trauer, des Gedenkens, des Schweigens, des Erinnerns.

Aber gleichzeitig ist er auch ein Ort des Lernens und des Mahnens, wachsam zu sein und unsere Stimme zu erheben gegen eine Politik, die immer noch nicht der Zivilen Konfliktbearbeitung den Vorrang gibt, die noch nicht die Friedenslogik gelernt hat.

Wir halten fest an unserer Vision von einer Welt, in der der Mensch an oberster Stelle steht, in der die Jüngsten in der Schule den Frieden erklärt bekommen, damit sie niemals anderen den Krieg erklären.





Bericht von der Ostermarsch-Fahrradtour

Wortbeiträge


Die diesjährige Ostermarsch-Fahrradtour war mit ca. 50 Teilnehmer*innen gut besucht und wurde auch in der örtlichen Presse ausführlich erwähnt, den Link zum Bericht in der Rheinischen Post finden sie hier .

Im Folgenden geben wir Wortbeiträge wieder, die bei der Tour gehalten wurden. Es gilt das gesprochene Wort.







Ostermarsch-Fahrradtour 18. April 2022 - 14 Uhr

Treffpunkt: Engel der Kulturen, – Platz an der Alten Kirche – um 14 Uhr



Die gesamte Veranstaltung dauert etwa 2 Stunden.

Den Flyer können Sie hier herunterladen.

Ostermarsch 2022 - Flyer






Offener Brief an OB und Rat zur Städtepartnerschaft mit Uljanowsk

Friedensbündnis gegen das Aussetzen der Städtepartnerschaft


Offener Brief des Krefelder Friedensbündnisses an den OB Frank Meyer und den Rat der Stadt Krefeld zum Ratsantrag „Partnerschaft mit Uljanowsk aussetzen“:

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
sehr geehrte Damen und Herren des Rates der Stadt Krefeld,

das Krefelder Friedensbündnis hatte bereits 2021 in einem Schreiben dem Oberbürgermeister eine Wiederbelebung der Städtepartnerschaft mit Uljanowsk ans Herz gelegt, „aufgrund des – nach der zunächst hoffnungsvollen politischen Wende 1989/90 – immer schlechter gewordenen Verhältnisses zu Russland“. Dass die Städtepartnerschaft jetzt auf der Tagesordnung steht ist gut, und wir möchten dafür plädieren, die Kontakte auf kommunaler Ebene zu den Menschen in Uljanowsk nicht auszusetzen.

Denn die im Ratsantrag genannten Bedingungen für eine Wiederaufnahme werden sich langfristig nicht erfüllen, sodass die Aussetzung einer Kündigung gleichkäme.

Zu den Zielen von Städtepartnerschaften steht auf der Homepage der Stadt Krefeld unter anderem: Gerade der aktuellen Kriegssituation zum Trotz sollten wir als Zivilgesellschaft festhalten am Friedensgedanken der Völkerverständigung, an wissenschaftlichem und kulturellem Austausch. Städtepartnerschaften sind ein wichtiger Garant dafür, auch wenn die kommunalen Einflussmöglichkeiten sowohl in Krefeld als auch in Uljanowsk kaum gegeben sind, um den derzeitigen Krieg zu beenden. Auch in Uljanowsk werden Menschen darunter leiden, die durch den Krieg Angehörige verlieren oder die Verwandte und Freunde in der Ukraine haben.

Gegenseitiges Verständnis und Toleranz als wesentliche Voraussetzungen für Frieden werden nicht dadurch gefördert, dass man den Dialog verweigert. Den Gesprächsfaden wenigstens auf der kommunalen Ebene nicht abreißen zu lassen, hielten wir – im Gegensatz zum Ratsantrag - für wünschenswert. Wir würden stattdessen, - um ein Zeichen zu setzen -, eine zusätzliche Städtepartnerschaft mit einer ukrainischen Stadt vorschlagen.

Update 1.4.2022 (private Mitschrift aus der Ratssitzung vom 31.3.2022):

Der Antrag 4.4 von DIE.LINKE "Ausbau der Städtepartnerschaft mit Uljanowsk und Aufnahme einer mit einer ukrainischen Stadt" erhielt Zustimmung von DIE. LINKE sowie der AFD bei Enthaltung Björna Althoff und Salih Tavusoglu, alle anderen dagegen.

Der gemeinsamer Antrag 4.7. "Umgang mit Krefelds russischer Partnerstadt Uljanowsk" von SPD, Grünen, FDP und FW - ("Ruhigstellen" der Städtepartnerschaft) wurde angenommen, gegen die Stimmen von DIE LINKE, die AFD hat sich enthalten.





Friedenskundgebung des Krefelder Friedensbündnisses

Samstag, 5. März 2022, 14 Uhr Neumarkt Krefeld


Die Waffen nieder – Nein zum Krieg

Wir sind erschüttert über den Überfall Russlands auf die Ukraine und verurteilen diesen aufs Schärfste. Für Krieg gibt es keine Rechtfertigung. Auch die jahrelange Konfrontationspolitik des Westens, insbesondere der USA und der NATO, und die antirussische Politik der ukrainischen Regierung rechtfertigen keinen Angriffskrieg. Dieser Krieg ist eine eklatante Verletzung der Menschenrechte und des Völkerrechts. Er verursacht unendliches Leid - Tote, Verletzte, Flucht, Zerstörungen der Infrastruktur und der Umwelt - und erzeugt neuen Hass.

Verhandeln statt Eskalation

Alle militärischen Aktionen müssen sofort gestoppt werden. Notwendig sind ein sofortiger Waffenstillstand, die Aufnahme von Verhandlungen und der Rückzug aller Truppen. Politische Reaktionen des Westens sollten vorrangig auf schnellstmögliche Wiederaufnahme von Gesprächen und den Stopp des Krieges ausgerichtet sein. Maßnahmen, die den Konflikt weiter eskalieren und weiteren Hass produzieren, sind zu vermeiden.

Für eine politische Lösung

Dieser Krieg muss sofort durch Verhandlungen beendet werden. Es gibt auch bei dem Russland/Ukraine-Konflikt nur eine politische Lösung auf Basis der Prinzipien der ungeteilten, gemeinsamen Sicherheit. Wir brauchen eine Wiederbelebung der OSZE. Wir begrüßen den Vorschlag des ukrainischen Präsidenten, über eine Neutralität seines Landes zu verhandeln.

Solidarität für alle Betroffenen

Krieg und Militär lösen keines der wichtigen Probleme der Menschheit, wie Hunger, Flucht, Klimakatastrophe und soziale Ungleichheit.

Friedenskundgebung
Samstag, 5. März 2022, 14 Uhr Neumarkt Krefeld



Den Aufruf können Sie hier herunterladen.





Demo wegen des Kriegs in der Ukraine

Donnerstag 24.2.2022 20.30 Uhr Rathausplatz


von der Facebook-Seite von Fridays for Future Krefeld:



HEUTE, um 20:30 treffen wir uns, zusammen mit Amnesty Krefeld und der Seebrücke Krefeld im Rahmen des spontanen Versammlungsrechts (aber mit der Polizei abgestimmt) auf dem Rathausplatz bei der von der Stadt gehissten Ukraineflagge! Wir wollen gemeinsam ein Zeichen für den Frieden und gegen den unverzeihlichen Kiregsbeginn setzen. Bitte bringt ein kleines Licht (kein Feuer) und viele Menschen mit!