Krefelder Friedensbündnis

Inhalt







Friedensgebet zur Friedensdekade am 12.11.2022


Zur Ökumenischen Friedensdekade vom 06. – 16.11.2022 gestaltet das Krefelder Friedesbündnis am 12.11.2022 um 12 Uhr in der Alten Kirche ein Friedensgebet.

Das Programm herunterladen können Sie hier.







Plakataktion zur Friedensdekade 2022


Zur Ökumenischen Friedensdekade 06. – 16.11.2022 haben die DFG-VK und das Krefelder Friedensbündnis eine Plakatwand in der Krefelder Innenstadt (Ecke Dreikönigenstr. Petersstr.) gestaltet.

Plakataktion 2020






Bundesweiter Aktionstag am 1. Oktober 2022


Dazu machte das Krefelder Friedensbündnis einen Infostand in der Innenstadt, um auf seine Forderungern hinzuweisen:

Für eine soziale, ökologische und zivile Friedenspolitik

Forderungen zum Ukraine-Konflikt:


Der Mensch erfand die Atombombe.
Doch keine Maus der Welt würde eine Mausefalle konstruieren.
(Albert Einstein)


Den Flyer herunterladen können Sie hier.







"Friedensrede" beim Fest ohne Grenzen


Beim diesjährigen Fest ohne Grenzen am 20.8.2022 hält Dr. Achim Schmitz vom Friedensbündnis einen Redebeitrag zum Thema "Pazifismus während des Ukraine-Krieges".
Den Text der Rede finden Sie hier.







Hiroshima Gedenken 2022


Das Hiroshima Gedenken, das vom Krefelder Friedensbündnis meist am 6.8. auf dem Platz vor der Alten Kirche veranstaltet wurde, kann in diesem Jahr so nicht stattfinden, weil auf dem Platz am 5. und 6.8.2022 das Folklorefest ausgerichtet wird. Deshalb spricht Ingrid Vogel vom Krefelder Friedensbündnis am 5.8.2022 um 15.55 Uhr beim Folklorefests ein Grußwort.

Das eigentliche Gedenken an die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki findet im Rahmen der "Montagslesungen" am 8.8.2022 in Uerdingen statt.

Hiroshima Gedenken 2022 in Krefeld - im Rahmen der 476. Montagslesung

Ort: vor der Bücherei Krefeld-Uerdingen, Am Marktplatz 5, 47829 Krefeld
Zeit: Montag, 8.8.2022, 18.30-19 Uhr
Titel: "Hiroshima und Nagasaki mahnen – Gedenken allein reicht nicht“
Gelesen wird aus zwei Büchern, "Schwarzer Regen“ von Masuji Ibuse,
und "Tschernobyl – Eine Chronik der Zukunft“ von Swetlana Alexijewitsch (Literatur-Nobelpreisträgerin 2015)
Musik: Krefelder Friedenschor


Noch ein Hinweis:
Passend zum Gedenktag gibt es im WDR5 gerade einen Audiobeitrag über den Gingkobaum aus Hiroshima, den das Friedensbündnis zum Hiroshimatag 2016 im Krefelder Zoo gepflanzt hat, zu hören ist er hier





Flaggentag der Bürgermeister für den Frieden am 8.7.2022


Auch in diesem Jahr hat Oberbürgermeister Frank Meyer als Mitglied bei den Bürgermeistern für den Frieden gemeinsam mit dem Krefelder Friedensbündnis den Flaggentag ausgerichtet. Denn am 8. Juli jedes Jahres setzen bundesweit Bürgermeister*innen vor ihren Rathäusern ein sichtbares Zeichen für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen. Mit dem Hissen der Flagge des weltweiten Bündnisses der Mayors for Peace appellieren die Bürgermeister für den Frieden an die Staaten der Welt, Atomwaffen endgültig abzuschaffen.

Von der Veranstaltung gibt es jetzt eine Video auf youtube, das Sie hier ansehen können:



Den Text der Rede von Ingrid Vogel (Friedensbündnis) finden Sie hier.









Friedensgebet in der alten Kirche – Sa.11.06.2022 um 12 Uhr

Dieses samstägliche Friedensgebet in der Alten Kirche wurde aktuell anlässlich des Ukrainekrieges von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) initiiert. Betreut von Cityseelsorger Falk Schöller hat das Krefelder Friedensbündnis die Ausrichtung der Friedensandacht am kommenden Samstag übernommen und lädt herzlich dazu in die Alte Kirche um 12 Uhr ein: Andacht, Lieder und Gebete für die Ukraine und darüber hinaus. Das halbstündige Programm wird zusammen mit dem Krefelder Friedenschor gestaltet. Unsere Chorleiterin, Rita Suermondt, ist kürzlich durch einen tragischen Unfall ums Leben gekommen. Dennoch wollen wir, ganz in ihrem Sinn, als Chor das Friedensgebet miteinander halten und werden dabei musikalisch von der Organistin Christiane Böckeler unterstützt.





8. Mai 1945: Tag der Befreiung von Krieg und Faschismus

gemeinsamer Aufruf


Am 8. Mai 2022 jährt sich die Befreiung von Krieg und Faschismus zum 77. Mal und der 2. Weltkrieg, welcher unermessliches Leid über die Völker der Welt und insbesondere Europas gebracht hat und ca. 60 Mio. Tote forderte, endete mit der Unterzeichnung der bedingungslosen Kapitulation seitens der deutschen Heeresleitung in Berlin. In Krefeld endete der Krieg bereits am 3. März 1945 nach dem Einmarsch der amerikanischen Alliierten nach nur zwei Tagen Kampf.

Der Eroberungs- und Vernichtungskrieg der Nazis, welcher mit dem Überfall auf Polen am 1. 9. 1939 begann und seine grausame Fortsetzung am 22. 6. 1941 mit dem Überfall auf die Sowjetunion fand, machte keinen Unterschied zwischen Weißruss*innen, Ukrainer*innen, Russ*innen oder anderen Sowjetvölkern – sie waren unterschiedslos die von den Nazis so genannten „jüdisch-bolschewistischen“ bzw. „slawisch-bolschewistischen Untermenschen“, die es im Sinne der Naziideologie entweder zu versklaven oder auszurotten galt.

Unser Gedenken gehört allen Opfern von Faschismus und Krieg – den sechs Millionen ermordeten jüdischen Menschen, den ermordeten Sinti und Roma, den politisch Verfolgten und in KZ Ermordeten, den aus ihren Heimatländern Verschleppten und zur Arbeit in Deutschland unter unmenschlichen Bedingungen Gezwungenen sowie den zahllosen ermordeten Zivilisten und Soldaten in den überfallenen Ländern.

Die im Juni 2020 verstorbene Ehrenpräsidentin der „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten“ und Auschwitzüberlebende Esther Bejarano kämpfte viele Jahre und Jahrzehnte gegen das Erstarken von Neonazis, gegen jede Form von Neofaschismus und Rassismus, gegen rechte Hetzer der AfD in Bundestag und Länderparlamenten, von wo aus beispielsweise A. Gauland die zwölf Jahre Nazidiktatur als „Vogelschiss“ in der Geschichte bezeichnen durfte. Sie sagte: „Der Nazismus und Rassismus wurde in diesem Land auch nach 1945 weder politisch noch gesellschaftlich so konsequent bekämpft, wie er hätte bekämpft werden müssen und können. Er konnte sich auch weiterhin in staatlichen Strukturen festhalten, vor allem im Verfassungsschutz und in der Justiz, und ja sogar noch mehr, er konnte sich weiter ausbreiten.“

Ein weiteres wichtiges Anliegen Esther Bejaranos war der Kampf darum, den 8. Mai als „Tag der Befreiung“ zum offiziellen Feiertag zu erklären. In vielen Ländern Europas wurde der 8. Mai oder ein Tag rund um den 8. Mai Feier- oder Gedenktag wie z.B. in Frankreich, Tschechien und der Slowakei (8. Mai), in der Ukraine (8. und 9. Mai) und in Russland (9. Mai). In Italien feiert man den „Tag der Befreiung Italiens“ am 25. 4. und den „Bevrijdingsdag“ in den Niederlanden begeht man dort am 5. 5. Was am 8. Mai 2020 anlässlich des 75. Jahrestags der Befreiung in Berlin einmal möglich war, muss die Regel werden. Deshalb unterstützen wir die Forderung: 8. Mai muss Feiertag werden!

Samstag, 7. 5. 2022, 13 Uhr Mahnwache Joseph-Beuys-Platz vor dem KWM
Sonntag, 8. 5. 2022, 13 Uhr Gedenken am Mahnmal für die Opfer der KZ

Friedhof Nähe Krematorium bzw. Eingang Am Behringshof und anschließend an den Gräbern der Zwangsarbeiter*innen

Ein gemeinsamer Aufruf von
ATTAC Krefeld, Bündnis Krefeld für Toleranz und Demokratie, DFG-VK Krefeld, Krefelder Friedensbündnis, VVN-BdA Kreis Krefeld

Den Aufruf können Sie hier herunterladen:

8.Mai Flyer


8. Mai - Tag der Befreiung - Redebeitrag Friedensbündnis - Hauptfriedhof

Es gilt das gesprochehe Wort.

Heute am 8. Mai stehen wir hier zusammen am Mahnmal für die Opfer der Konzentrationslager, um zu gedenken und zu mahnen.

Nach den Gräueln von Faschismus und Krieg hieß es 1945: „Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!“ Lernen aus der Geschichte mit über 60 Mio. Toten. Lernen, dass Nationalismus und Militarismus einem friedlichen Zusammenleben der Völker nicht dienlich sind.

Wie konnte es geschehen, dass diese Forderungen heute wieder notwendig sind? Besser gesagt, immer noch notwendig sind, - denn der braune Faden war nie abgerissen, er zieht sich seit 1945 weiter durch die Adenauerära bis heute, wo eine AfD im Bundestag sitzt.

Viele von denen, die in der NS-Zeit im Widerstand kämpften, litten und ihr Leben riskierten, sahen sich im Nachkriegsdeutschland gleichermaßen diskreditiert und von den gleichen Richtern gerichtet und verurteilt. Der Jurist Fritz Bauer, einer der wenigen mit Rückgrat, kämpfte gegen Windmühlen an. Eine NPD ist nie verboten worden. Die verbrecherische Arbeit rechtsextremer Organisationen wurde verschleiert und Aufklärung von offiziellen Stellen erschwert. Rechtspopulistische Töne sind in den letzten Jahren bis in die Mitte der Gesellschaft hoffähig gemacht worden. GG-Artikel sind aufgeweicht und Demokratie ist abgebaut worden. Nach verpassten Chancen für eine Gemeinsame Sicherheit, europäisch und international, nehmen Nationalismus und Militarismus wieder zu. Ein Dritter Weltkrieg ist nicht mehr ausgeschlossen.

Wenn wir diese Katastrophe vom Ende her denken, wenn wir uns das Schlimmste vorstellen, den Einsatz von Atomwaffen, dann ist die Frage unerheblich, wer zuerst angefangen hat.

Dieser Ort hier, das Mahnmal für die unzähligen Opfer, ist eigentlich ein Ort der Trauer, des Gedenkens, des Schweigens, des Erinnerns.

Aber gleichzeitig ist er auch ein Ort des Lernens und des Mahnens, wachsam zu sein und unsere Stimme zu erheben gegen eine Politik, die immer noch nicht der Zivilen Konfliktbearbeitung den Vorrang gibt, die noch nicht die Friedenslogik gelernt hat.

Wir halten fest an unserer Vision von einer Welt, in der der Mensch an oberster Stelle steht, in der die Jüngsten in der Schule den Frieden erklärt bekommen, damit sie niemals anderen den Krieg erklären.





Bericht von der Ostermarsch-Fahrradtour

Wortbeiträge


Die diesjährige Ostermarsch-Fahrradtour war mit ca. 50 Teilnehmer*innen gut besucht und wurde auch in der örtlichen Presse ausführlich erwähnt, den Link zum Bericht in der Rheinischen Post finden sie hier .

Im Folgenden geben wir Wortbeiträge wieder, die bei der Tour gehalten wurden. Es gilt das gesprochene Wort.







Ostermarsch-Fahrradtour 18. April 2022 - 14 Uhr

Treffpunkt: Engel der Kulturen, – Platz an der Alten Kirche – um 14 Uhr



Die gesamte Veranstaltung dauert etwa 2 Stunden.

Den Flyer können Sie hier herunterladen.

Ostermarsch 2022 - Flyer






Offener Brief an OB und Rat zur Städtepartnerschaft mit Uljanowsk

Friedensbündnis gegen das Aussetzen der Städtepartnerschaft


Offener Brief des Krefelder Friedensbündnisses an den OB Frank Meyer und den Rat der Stadt Krefeld zum Ratsantrag „Partnerschaft mit Uljanowsk aussetzen“:

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
sehr geehrte Damen und Herren des Rates der Stadt Krefeld,

das Krefelder Friedensbündnis hatte bereits 2021 in einem Schreiben dem Oberbürgermeister eine Wiederbelebung der Städtepartnerschaft mit Uljanowsk ans Herz gelegt, „aufgrund des – nach der zunächst hoffnungsvollen politischen Wende 1989/90 – immer schlechter gewordenen Verhältnisses zu Russland“. Dass die Städtepartnerschaft jetzt auf der Tagesordnung steht ist gut, und wir möchten dafür plädieren, die Kontakte auf kommunaler Ebene zu den Menschen in Uljanowsk nicht auszusetzen.

Denn die im Ratsantrag genannten Bedingungen für eine Wiederaufnahme werden sich langfristig nicht erfüllen, sodass die Aussetzung einer Kündigung gleichkäme.

Zu den Zielen von Städtepartnerschaften steht auf der Homepage der Stadt Krefeld unter anderem: Gerade der aktuellen Kriegssituation zum Trotz sollten wir als Zivilgesellschaft festhalten am Friedensgedanken der Völkerverständigung, an wissenschaftlichem und kulturellem Austausch. Städtepartnerschaften sind ein wichtiger Garant dafür, auch wenn die kommunalen Einflussmöglichkeiten sowohl in Krefeld als auch in Uljanowsk kaum gegeben sind, um den derzeitigen Krieg zu beenden. Auch in Uljanowsk werden Menschen darunter leiden, die durch den Krieg Angehörige verlieren oder die Verwandte und Freunde in der Ukraine haben.

Gegenseitiges Verständnis und Toleranz als wesentliche Voraussetzungen für Frieden werden nicht dadurch gefördert, dass man den Dialog verweigert. Den Gesprächsfaden wenigstens auf der kommunalen Ebene nicht abreißen zu lassen, hielten wir – im Gegensatz zum Ratsantrag - für wünschenswert. Wir würden stattdessen, - um ein Zeichen zu setzen -, eine zusätzliche Städtepartnerschaft mit einer ukrainischen Stadt vorschlagen.

Update 1.4.2022 (private Mitschrift aus der Ratssitzung vom 31.3.2022):

Der Antrag 4.4 von DIE.LINKE "Ausbau der Städtepartnerschaft mit Uljanowsk und Aufnahme einer mit einer ukrainischen Stadt" erhielt Zustimmung von DIE. LINKE sowie der AFD bei Enthaltung Björna Althoff und Salih Tavusoglu, alle anderen dagegen.

Der gemeinsamer Antrag 4.7. "Umgang mit Krefelds russischer Partnerstadt Uljanowsk" von SPD, Grünen, FDP und FW - ("Ruhigstellen" der Städtepartnerschaft) wurde angenommen, gegen die Stimmen von DIE LINKE, die AFD hat sich enthalten.





Friedenskundgebung des Krefelder Friedensbündnisses

Samstag, 5. März 2022, 14 Uhr Neumarkt Krefeld


Die Waffen nieder – Nein zum Krieg

Wir sind erschüttert über den Überfall Russlands auf die Ukraine und verurteilen diesen aufs Schärfste. Für Krieg gibt es keine Rechtfertigung. Auch die jahrelange Konfrontationspolitik des Westens, insbesondere der USA und der NATO, und die antirussische Politik der ukrainischen Regierung rechtfertigen keinen Angriffskrieg. Dieser Krieg ist eine eklatante Verletzung der Menschenrechte und des Völkerrechts. Er verursacht unendliches Leid - Tote, Verletzte, Flucht, Zerstörungen der Infrastruktur und der Umwelt - und erzeugt neuen Hass.

Verhandeln statt Eskalation

Alle militärischen Aktionen müssen sofort gestoppt werden. Notwendig sind ein sofortiger Waffenstillstand, die Aufnahme von Verhandlungen und der Rückzug aller Truppen. Politische Reaktionen des Westens sollten vorrangig auf schnellstmögliche Wiederaufnahme von Gesprächen und den Stopp des Krieges ausgerichtet sein. Maßnahmen, die den Konflikt weiter eskalieren und weiteren Hass produzieren, sind zu vermeiden.

Für eine politische Lösung

Dieser Krieg muss sofort durch Verhandlungen beendet werden. Es gibt auch bei dem Russland/Ukraine-Konflikt nur eine politische Lösung auf Basis der Prinzipien der ungeteilten, gemeinsamen Sicherheit. Wir brauchen eine Wiederbelebung der OSZE. Wir begrüßen den Vorschlag des ukrainischen Präsidenten, über eine Neutralität seines Landes zu verhandeln.

Solidarität für alle Betroffenen

Krieg und Militär lösen keines der wichtigen Probleme der Menschheit, wie Hunger, Flucht, Klimakatastrophe und soziale Ungleichheit.

Friedenskundgebung
Samstag, 5. März 2022, 14 Uhr Neumarkt Krefeld



Den Aufruf können Sie hier herunterladen.





Demo wegen des Kriegs in der Ukraine

Donnerstag 24.2.2022 20.30 Uhr Rathausplatz


von der Facebook-Seite von Fridays for Future Krefeld:



HEUTE, um 20:30 treffen wir uns, zusammen mit Amnesty Krefeld und der Seebrücke Krefeld im Rahmen des spontanen Versammlungsrechts (aber mit der Polizei abgestimmt) auf dem Rathausplatz bei der von der Stadt gehissten Ukraineflagge! Wir wollen gemeinsam ein Zeichen für den Frieden und gegen den unverzeihlichen Kiregsbeginn setzen. Bitte bringt ein kleines Licht (kein Feuer) und viele Menschen mit!





Hiroshima Gedenken 2021

Freitag, 6. August 2021 - 17:00 bis 19:00


Hiroshimagedenken in Krefeld - politischer Umzug mit einer aufblasbaren originalgetreuen Nachbildung der in Büchel lagernden Atombomben (B61-12) durch die Fußgängerzone, mit einem Die-In auf dem Neumarkt.

Vorab: Info-Stand mit "Wahlprüfsteinen", Treffpunkt: 17 Uhr, am Infostand, Hochstraße/Ecke Schwanenmarktbrunnen, (Ende gegen 19 Uhr).





Flaggentag der Bürgermeister für den Frieden am 8.7.2021


Mit weltweit mehr als 7800 Städten und Gemeinden aus 163 Ländern, davon über 600 in Deutschland, setzt sich Krefeld für die Abschaffung aller Atomwaffen ein. Daran erinnern diese „Bürgermeister für den Frieden“ besonders mit einem „Flaggentag“ an jedem 8. Juli, dem Datum, an dem der Internationale Gerichtshofs in Den Haag 1996 in einem Rechtsgutachten erklärte, dass „ die Androhung und der Einsatz von Atomwaffen generell mit den Regeln des humanitären Kriegsvölkerrechts unvereinbar“ sei.

Der Flaggentag kann auch in diesem Jahr pandemiebedingt nicht als Publikumsveranstaltung stattfinden. Das erinnert uns daran, dass mit Corona eine weitere grundlegende Bedrohung für die Menschheit aufgetreten ist, neben den schon bekannten wie Klimawandel, Artensterben, Vermüllung des Planeten, ... Und eben den 13.400 Atomwaffen (wovon fast 4.000 sofort einsatzbereit sind), deren Einsatz die Erde in kürzester Zeit unbewohnbar machen würde.

Doch trotz weltweiter Pandemie haben die neun Atomwaffenstaaten im Jahr 2020 insgesamt 72,6 Milliarden US-Dollar für den Ausbau ihrer Atomwaffenarsenale ausgegeben, sagt eine ICAN Studie [1] (ICAN: die internationale Kampagne zur atomaren Abrüstung). Das ist eine Steigerung um 1,4 Milliarden US-Dollar gegenüber dem Vorjahr. Geld, das in Pandemie-Zeiten dringend für andere Aufgaben, z.B. für das Gesundheitssystem vor allem im globalen Süden benötigt würde, wo der Covid-19 Impfstoff für Milliarden von Menschen fehlt.

Dabei stand laut ICAN Studie nicht die Frage der Sicherheit bei den Investitionen im Vordergrund, sondern der wirtschaftliche Machtkampf der Weltmächte – es geht um Business. Die Studie belegt, dass ein Dutzend Firmen 27,7 Milliarden US-Dollar für den Abschluss neuer Verträge bekommen haben, die in Zusammenhang mit dem Ausbau von Atomwaffen gebracht werden können.

Weltweit wächst der Widerstand gegen diesen Rüstungswahnsinn mit atomaren Massenvernichtungswaffen. Das zeigen nicht nur die zunehmenden Teilnehmerstädte bei den „Bürgermeistern für den Frieden“. Der Atomwaffenverbotsertrag, für den ICAN 2017 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde, ist inzwischen durch die Ratifizierung von mehr als 50 Staaten in Kraft getreten. Der Weg zu einer Welt ohne Atomwaffen ist dadurch vorgezeichnet. Dass die Atomwaffenstaaten und ihre Verbündeten wie Deutschland ihn nicht unterzeichnen, sondern am Besitz bzw. an der „nuklearen Teilhabe“ von Atomwaffen festhalten, beruht, wie die ICAN Studie zeigt, eben nicht wirklich auf Sicherheitsaspekten, sondern eher auf einer intensiven Lobbyarbeit, die sich die Rüstungsfirmen 117 Millionen US-Dollar kosten ließen.

Seit Jahren ermitteln Meinungsforscher bei uns hohe Zustimmungswerte für die Abschaffung von Atomwaffen. Wie kann es sein, dass in dieser Überlebensfrage der Wille der Bevölkerung und das Regierungshandeln so lange und so weit auseinanderliegen? Weil sie damit bisher gut durchgekommen ist, und das sollte nicht so bleiben! Es ist wichtig, dass möglichst viele Menschen vor der Bundestagswahl deutlich machen: Ein atomwaffenfreies Deutschland ist für uns wahlentscheidend! Bei der Geschäftsstelle von Ohne Rüstung Leben erhält man kostenlos Aktionspostkarten, mit der man den politischen Parteien dies mitteilen kann: Meine Stimme für das Atomwaffenverbot! Postkarten hier bestellen

[1] am 07. Juni von ICAN veröffentlichten Studie „Complicit: 2020 Global Nuclear Weapons Spending“

Beitrag zum Flaggehissen auf der Homepage der Stadt Krefeld







Informationelles Selbstbestimmungsrecht Minderjähriger stärken

um ihre Rekrutierung durch die Bundeswehr zu erschweren


Den in Deutschland am 1.Juni gefeierten Kindertag nimmt das Krefelder Friedensbündnis zum Anlass, sein aktuelles Projekt vorzustellen:
die Stärkung der informationellen Selbstbestimmung von Jugendlichen, die ihnen die Möglichkeit gibt, dem vielfach kritisierte Rekrutieren von Minderjährigen durch die Bundeswehr vozubeugen.

Das Problem: Nicht nur die Friedensbewegung, auch die Kinderkommission des Deutschen Bundestages sowie der UN-Ausschusses für die Rechte des Kindes haben der Bundesregierung geraten, die Rekrutierung und Werbung von Minderjährigen sofort einzustellen. Genützt hat das bisher nichts, so dass der Wehrbeauftragte in seinem im Januar 2020 veröffentlichten Bericht ausführt: „Die Zahl der eingestellten Minderjährigen ist damit gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen. Das ist nicht gut. Die Einstellung Minderjähriger sollte die Ausnahme bleiben, Volljährigkeit die Norm.“

Die Bundeswehr nutzt für ihre Werbung Personenstandsdaten von Jugendlichen, die ihr die Einwohnermeldeämter auf Anfrage übermitteln. Genauer: übermitteln müssen, es sei denn, der Jugendliche widerspricht dem. Aber welcher Jugendliche weiß schon von diesen Vorgängen und seinem Widerspruchsrecht.

Hier setzt nun der Vorschlag des Krefelder Friedensbündnisses an. Die Stadtverwaltung soll die betroffenen Jugedlichen proaktiv duch ein Anschreiben über ihr Widerspruchsrecht informieren, damit sie davon Gebrauch machen können, wenn sie sich nicht der Werbung der Bundeswehr aussetzen wollen. Dazu bitten wir die Ratsfraktionen um einen entsprechenden Beschluss im Stadtrat. Hier unseren Vorschlag für einen Beschlußtext.

Der Rat der Stadt Krefeld möge beschließen:
Die Stadtverwaltung, die verpflichtet ist, die Bürger*innen auf ihr Widerspruchsrecht bezüglich der Datenweitergabe durch die Kommune hinzuweisen, informiert ab sofort die Jugendlichen, die das 15. Lebensjahr vollenden, über ihr Widerspruchsrecht schriftlich per persönlichem Brief.


Dieser Vorschlag an den Rat wird von folgenden Organisationen unterstützt:
Amnesty International Krefeld-Gruppe
Flüchtlingsrat e.V. Krefeld
Sozialbündnis Krefeld
Bündnis für Toleranz und Demokratie
Alt-Katholische Kirchengemeinde Erscheinung Christi in Krefeld und am Niederrhein
Pax Christi Gruppe Krefeld
KAB Mittlerer Niederrhein
DFG-VK Krefeld-Gruppe
Emmaus Gemeinschaft Krefeld e.V.
Seebrücke Krefeld
attac Krefeld
DGB Kreisfrauenausschuss


Den Text des Vorschlags an den Rat können Sie hier herunterladen.

Vorschlag Ratsantrag






Ostermarsch-Fahrradtour am 5. April 2021

Treffpunkt: Seidenweberhaus – Theaterplatz – um 14 Uhr


Die gesamte Veranstaltung dauert gut 2 Stunden.

Den Flyer können Sie hier herunterladen.

Ostermarsch 2021 - Flyer






In herzlicher Erinnerung an Ingeborg Krämer

Am 15.3.2021 ist Ingeborg Krämer verstorben


Bescheiden, mit Rückgrat, ehrlich und gerade heraus mit ihrer Meinung, - so ist Inge.

Sie nimmt sich selbst nicht wichtig, nie stellt sie sich selbst in den Mittelpunkt, - sondern immer den anderen oder die Sache, für die es sich einzusetzen gilt.

Inge ist ein Rettungsanker für viele Gestrandete, - Schutzsuchende, die vor Krieg und Verfolgung in Krefeld gestrandet sind, oder Menschen, die körperlich oder seelisch an unserer Gesellschaft kranken.

Inge ist ein Fels in der Brandung, wenn es gilt, klare Kante gegen Rechts zu zeigen. Sie ist es, die 2007 dafür sorgt, dass die NPD in Krefeld nicht Fuß fasst und kein Büro in der Lindenstraße eröffnen darf. Sie will, dass alle lernen aus der deutschen Geschichte, - nie wieder Faschismus, - nie wieder Krieg!

Inge lebt in jungen Jahren für einige Zeit in einem Kibbuz in Israel und kämpft lebenslänglich mit Frauenpower gegen Antisemitismus, Rassismus, Militarismus. Sie ist Mitbegründerin verschiedener Bündnisse: Bündnis für Toleranz und Demokratie, Sozialbündnis, Friedensbündnis und ATTAC Krefeld. Fairer Handel ist ihr eine Herzenssache, und seit Ende der 90er Jahre arbeitet sie ehrenamtlich für den Eine-Welt-Laden.

Viele Jahre leitet Inge das Friedensbündnis, nimmt teil an Blockaden am Atombombenstandort Büchel, an Protesten gegen den G20-Gipfel und vor der Rüstungsfirma Rheinmetall in Düsseldorf, an Ostermärschen, an Demos gegen alte und neue Nazis, - immer ist sie auf den Beinen, - und - seit 2015 im Dauereinsatz, um vielen syrischen Flüchtlingen in Krefeld ein neues Zuhause zu schaffen.

Einmal, auf einer Fahrt nach Büchel, komme ich in ein persönliches Gespräch mit ihr. Sie erwähnt ein Buch von Alexander Cranach, - ein jüdischer Autor -, das ich mir von ihr ausleihen darf. Es trägt den Titel: „Da geht ein Mensch“. Aus dem Vorwort habe ich mir damals notiert: Im Judentum ist die Aussage, einer sei ein Mensch, eine höchste Auszeichnung.

Da geht Inge, - da geht ein Mensch.
Danke, Inge, im Namen von vielen

Ingrid Vogel
(Sprecherin des Krefelder Friedensbündnisses)


Die Verabschiedung wird am Mittwoch, 31.März 2021, um 11:00 Uhr vor der Trauerhalle am Hauptfriedhof Krefeld gehalten
Die Anzeige können Sie hier herunterladen.

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Atomwaffen sind verboten!

Am 22. Januar tritt der Vertrag für ein Verbot von Atomwaffen in Kraft


Mit dem Inkrafttreten des Atomwaffenverbotsvertrags wird ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg in eine Welt ohne Atomwaffen erreicht. Denn das Abkommen ist nun völkerrechtlich verbindlich, zunächst für die bisher 51 Staaten, die es ratifiziert haben. Der Vertrag verbietet unter anderem Tests, Entwicklung, Produktion, Besitz, Stationierung, Weitergabe sowie den Einsatz von und die Drohung mit Atomwaffen.

Wie wichtig das ist, zeigen weltweit knapp 14.000 Atomwaffen, die sich im Besitz von neun Ländern befinden und die ganze Menschheit bedrohen, besonders im Falle von unberechenbaren Politikern. Niemand sollte die Macht haben, einen Atomkrieg zu starten.

das Banner zum Tage Dass dieses Ziel in vielen Schritten erreicht werden kann, zeigt die Entwicklungsgeschichte des Atomwaffenverbotsvertrags, sowohl weltweit als auch hier in Krefeld. Bemühungen Atomwaffen zu verbieten gibt es schon seit den Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki, seit mehr als 75 Jahren. Dem Bündnis der „Bürgermeister für den Frieden“, das weltweit die Verbreitung von Atomwaffen verhindern und deren Abschaffung erreichen will, sind 7800 Städte und Gemeinden aus 163 Ländern, über 600 davon in Deutschland, beigetreten. Auch Krefeld gehört seit 2010 dazu. 2017 erreichte es ICAN , die internationale Kampagne zur atomaren Abrüstung, dass ihr Vorschlag für den Atomwaffenverbotsvertrag von den Vereinten Nationen angenommen und verabschiedet wurde. Noch im gleichen Jahr wurde ICAN dafür mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Der Vertrag hat augenblicklich vor allem Symbolkraft, denn die Länder, die ihn unterzeichnet und ratifiziert haben, besitzen gar keine Atomwaffen. Aber ICAN ist überzeugt, dass mit dem Vertrag der Druck auf Atommächte wächst, abzurüsten. Die Kampagne verweist auf ähnliche Verträge, wie das Verbot von Streumunition (2010) oder Landminen (1999), die zu einer internationalen Ächtung der Waffen geführt haben. Zu erwarten sei etwa, dass Banken oder Rentenkassen künftig nicht mehr in Unternehmen investieren, die Komponenten für Atomwaffen produzieren. Im vergangenen September haben sich nun auch 56 ehemalige Staats- und Regierungschefs aus 20 NATO-Staaten sowie aus Japan und Südkorea mit einem offenen Brief zu Wort gemeldet, in dem sie zum Umdenken aufrufen und den Beitritt zum Atomwaffenverbotsvertrag fordern.

Die Bundesregierung weigert sich bisher an der Seite der Atomwaffenstaaten, das Abkommen zu unterzeichnen, und das gegen den ausdrücklichen Willen von Parlament und Bevölkerung. Denn schon am 26. März 2010 beschloss der Deutsche Bundestag fraktionsübergreifend einen Antrag, in dem es heißt: "Der Deutsche Bundestag fordert die Bundesregierung auf, sich ... mit Nachdruck für den Abzug der US-Atomwaffen aus Deutschland einzusetzen". Dieser Beschluss wurde bis heute nicht umgesetzt. Im deutschen Bundestag wächst bei den Abgeordneten der Unmut über die strikte Ablehnung des UN-Atomwaffenverbots durch die Bundesregierung. Meinungsumfragen zeigen auch immer wieder, dass eine deutliche Mehrheit der Deutschen für den Abzug der Atomwaffen und jetzt auch für die Unterzeichnung des Atomwaffenverbotsvertrags ist.

Nicht anders ist es in Krefeld. Als das Krefelder Friedensbündnis 2018 einen Bürgerantrag für die Unterzeichnung des Atomwaffenverbotsvertrags startete, wurde er von mehr als 1000 Krefelder*innen unterzeichnet und führte am 4.07.2019 zum Ratsbeschluss 7368/19 E, in dem es unter anderem heißt: „Der Rat der Stadt Krefeld appelliert an die Bundesregierung, den Atomwaffenverbotsantrag der Vereinten Nationen zu unterzeichnen und zu ratifizieren.“ Vier Bundesländer und über 100 Städte, Gemeinden und Landkreise in Deutschlandhaben den ICAN-Städteappell bisher unterschrieben. So ist zu hoffen, dass spätestens die nächste Bundesregierung dem Wunsch der Bevölkerung entspricht und den Atomwaffenverbotsvertrag unterzeichnet, um die Welt etwas sicherer zu machen.

Unseren Text können Sie hier herunterladen.





40 Jahre Krefelder Appell



Das Krefelder Friedensbündnis erinnert an den "Krefelder Appell", der am 16. November vor 40 Jahren in unserer Stadt beschlossen und in den Folgejahren von mehr als 4 Millionen Bundesbürgern unterschrieben wurde mit dem Wunsch nach einer atomwaffenfreien Welt. Unser Text, der hier herunter geladen werden kann, schlägt einen Bogen vom Krefelder Appell zum heutigen UN-Atomwaffenverbotsvertrag, der im Januar 2021 in Kraft tritt.

In diesem Zusammenhang ist der 2019 vom Krefelder Stadtrat angenommene Bürgerantrag " Für das Leben - gegen Atomwaffen! Krefeld für den Atomwaffenverbotsvertrag" zu erwähnen.

Das Krefelder Friedensbündnis nimmt das Jubiläum des Krefelder Appells zum Anlass, wieder einmal auf die Dringlichkeit der Abschaffung aller Atomwaffen hinzuweisen und hat auch die Krefelder Politik und die Stadt / den OB angesprochen und ermuntert, dieses Thema noch einmal aufzugreifen und ihren Standpunkt deutlich zu machen.

Auch die örtliche Presse berichtet, wie hier die Westdeutsche Zeitung und hier die Rheinische Post.

Unseren Text können Sie hier herunterladen.

40 Jahre Krefelder Appell






Plakataktion zum Weltfriedenstag 2020



Zum 21.Sept, dem Internationalen Weltfriedenstag der UNO, hat das Krefelder Friedensbündnis eine Plakatwand auf der Marktstraße, nebem dem Et Bröckske, für 10 Tage - 11.-21.09.2020 - angemietet. Diese wurde in einer Aktion von uns vor Ort bemalt.

Plakataktion 2020


Hier ein paar Fotos (v.Angelika/Peter) von unserer Malaktion, die von der Künstlerin Mauga Houba-Hausherr unterstützt und vom Friedenschor untermalt wurde. Es hat allen viel Spaß gemacht, und wir möchten uns bei allen bedanken, die sich beteiligt haben, auch in finanzieller Hinsicht. Es war gute Teamarbeit für den Frieden.

Bilder der Plakataktion (anklicken)


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Hiroshima-Gedenken 2020



Die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki haben sich in diesem Jahr zum 75.Mal gejährt.

Der Wunsch der Hibakusha, der Überlebenden, nach einer atomwaffenfreien Welt ist bis heute nicht erfüllt. Die Atomwaffenarsenale werden in unverantwortlicher Weise weiter aufgerüstet, Abrüstungs- und Kontrollverträge gekündigt. Die Jahrestage erinnern uns daran, alles uns Mögliche zu tun, damit sich solch eine humanitäre Katastrophe nicht wiederholt.

Die Gedenkveranstaltung des Friedensbündnisses fand in diesem Jahr wegen der Corona-Auflagen mit begrenzter Teilnehmer*innenzahl wiederholt im Zoo statt, wo wir 2016 ein Gingko-Bäumchen aus Hiroshima gesetzt hatten. Zooleiter Dr.Dreßen führte uns an die Stelle, um neben dem Gingko eine Originalschrifttafel zu enthüllen, die uns vom Bürgermeister von Hiroshima zugesandt worden war.

Wir hielten Plakate mit Opferzahlen hoch und ehrten die von der nuklearen Katastrophe Betroffenen durch Niederknien (Foto).

Hiroshima-Gedenken 2020


Bürgermeisterin Gisela Klaer überreichte dem Friedensbündnis eine gerahmte Freundschaftsurkunde für den Gingkobaum aus Hiroshima.

Die Sängerin Naomi Weddle, begleitet von Gitarre und Querflöte, trug in japanischer Sprache ein Wiegenlied, das Hiroshimalied und ein Freundschaftslied vor. Ria Makein, eine Friedensaktivistin aus dem Kirchenkreis Kleve, die mit zivilem Ungehorsam (z.B. Eindringen in das Militärgelände in Büchel) versucht , ein Umdenken in Gesellschaft und Politik herauszufordern, und dafür auch Haftstrafen in Kauf nimmt, erzählte uns aus ihrem über 40jährigen Einsatz für den Frieden.

Zum Schluss erhielten alle einen Origami-Kranich, ein Friedenssymbol, das Glück bringen soll.

Nach einer neuesten Umfrage sind 92% der deutschen Bevölkerung für die Unterzeichnung des Atomwaffenverbotsvertrages bei der UNO durch die Bundesregierung. Dies würde auch ein Ende der „Nuklearen Teilhabe“ und einen Abzug der 20 amerikanischen Atombomben aus Büchel bedeuten. Milliarden von Euro würden frei für Gesundheit, Bildung, Soziales…

Der Atomwaffenverbotsvertrag der UNO ist mittlerweile von über 80 Nationen unterzeichnet und von 46 Staaten ratifiziert worden. Nach der 50.Ratifizierung tritt er völkerrechtsverbindlich in Kraft.





Krefelder Flaggentag der Mayors for Peace 2020



Am 8. Juli jedes Jahres setzen bundesweit Bürgermeister*innen vor ihren Rathäusern ein sichtbares Zeichen für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen.

Mit dem Hissen der Flagge des weltweiten Bündnisses der Mayors for Peace appellieren die Bürgermeister für den Frieden an die Staaten der Welt, Atomwaffen endgültig abzuschaffen.

Die grün-weiße "Bürgermeister für den Frieden"-Flagge mit einer weißen Taube und dem Wort "Peace" wird auch wieder in Krefeld gehisst.

In diesem Jahr findet der Flaggentag wegen Corona und des Umbaus des Rathausplatzes im Miniformat statt - nur Oberbürgermeister Frank Meyer und Ingrid Vogel als Sprecherin des Krefelder Friedensbündnisses halten um 11 Uhr eine Rede. Die beiden Reden werden von Mitarbeitern des Rathauses gefilmt und dann ins Netz gestellt und sind dort unter diesem Link zu sehen: Mayor for Peace Flaggentag 2020





Nur behördlich erlaubte Flugblätter in Krefeld?



In dem unten angefügten offenen Brief wenden sich das "Bündnis Krefeld für Toleranz und Demokratie", das "Krefelder Friedensbündnis" und das "Sozialbündnis Krefeld" gemeinsam an die Krefelder Ratsfraktionen, um eine Ergänzung der "Änderung und Ergänzung der Ordnungsbehördlichen Verordnung über die öffentliche Sicherheit und Ordnung auf den Verkehrsflächen und Anlagen in der Stadt Krefeld (OBV)" zu erreichen, die für die Ratssitzung am 17.9.2019 (17:00 Uhr Seidenweberhaus Theaterplatz 1) zur Abstimmung vorgesehen ist.

Die neue Verordnung sieht in §9(2) vor, dass für jegliches Verteilen von Flugblättern eine behördlichen Erlaubnis erforderlich ist. Für zivilgesellschaftliche Akteure stellt dies eine unzumutbare und auch gegen die vom Grundgesetz garantierte Meinungsfreiheit verstoßende Einschränkung dar. Andere Städte haben entsprechend solche Flugblätter von der Erlaubnispflicht ausgenommen. Wir hoffen, dass dies in Krefeld nur versäumt wurde, da die Verordnung ja die Ordnung und Sauberkeit in der Stadt erhöhen und nicht die Meinungsfreiheit behindern soll.

Unsere Bündnisse schlagen den Ratsfraktionen daher vor, vor der Verabschiedung die Verordnung um einen entsprechenden Passus zu ergänzen und haben als Beispiel die Formulierung aus Berlin beigefügt.

Den offenen Brief können Sie hier herunterladen.

offener Brief 2019






Hiroshima Gedenken am 6.8.2019

Das diesjährige Gedenken an die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki findet statt

am Dienstag, 6. August 2019
um 18 Uhr
vor und in der Alten Kirche
an der alten Kirche 1
47798 Krefeld


Für das Leben – gegen Atomwaffen!
Friedensaktion zum Hiroshima-Gedenktag in Krefeld am 6. August

18.00 Uhr:

Vortrag von Gedichten, Texten, Liedern vor der Alten Kirche mit Naomi Weddle und dem Friedenschor.
Originalgetreue Atombombenattrappe der noch in Büchel an der Mosel lagernden B61-12

18.30 Uhr:
Vorführung des Animations-Kurzfilms „Obon“ in der Alten Kirche
Prof. Karlheinz Schüffler spielt auf der Orgel „Via dolorosa“ von Aivars Kalejs (geb. 1951)

Am 7.Juli 2017 wurde bei der UNO der historische Atomwaffenverbotsvertrag verabschiedet. Für ihren Einsatz beim Zustandekommen hat ICAN den Friedensnobelpreis bekommen. Dem humanitären Aspekt und dem Völkerrecht muss Vorrang gegeben werden vor dem sicherheitspolitischen Aspekt der Abschreckung und einer neuen Aufrüstungsspirale. 70 Staaten haben bereits unterzeichnet, 23 ratifiziert, und die große Mehrheit der deutschen Bevölkerung ist laut Umfrage dafür.

Am 74. Hiroshima-Gedenktag kann das Krefelder Friedensbündnis zufrieden auf seine Kampagne „Für das Leben – gegen Atomwaffen! Krefeld für den Atomwaffenverbotsvertrag“ zurückblicken. Der gleichnamige Bürgerantrag wurde in der Ratssitzung vom 4.Juli mehrheitlich beschlossen.
Krefeld fordert die Bundesregierung auf, dem Atomwaffenverbotsvertrag bei der UNO beizutreten, und schließt sich dem ICAN Städteappell an. Dieser ist bereits von 39 deutschen Städten unterschrieben, darunter 9 Landeshauptstädte.

Den Flyer der Veranstaltung können Sie hier herunterladen.

Flyer Hiroshima Gedenken 2019






OB Meyer lädt ein zum Flaggentag der Mayors for Peace

Am 8. Juli jeden Jahres setzen bundesweit „Bürgermeister für den Frieden“ vor ihren Rathäusern ein sichtbares Zeichen für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen. Mit dem Hissen der Flagge des weltweiten Bündnisses der „Mayors for Peace“ appellieren sie an die Staaten der Welt, Atomwaffen endgültig abzuschaffen.

Begleitet wird der Flaggentag in diesem Jahr von der Ausstellung der Bilder von 18 Krefelder Grundschüler/innen zum Thema „Peaceful Towns“ im Rathausfoyer. Das „Mayors for Peace“ Sekretariat in Hiroshima hat den internationalen Malwettbewerb im letzten Jahr ausgeschrieben, an dem sich 469 Kinder aus 29 Mitgliedsstädten beteiligt haben.

Ich lade sie herzlich ein, gemeinsam mit Frau Bürgermeisterin Klaer die Fahne mit der Aufschrift „Bürgermeister für den Frieden“ vor dem Krefelder Rathaus zu hissen und im Anschluss die Ausstellung im Foyer zu besuchen.

Montag, 8. Juli 2019, 11 Uhr Rathaus Von-der-Leyen-Platz

Frank Meyer
Oberbürgermeister

Den Flyer der Veranstaltung können Sie hier herunterladen.

Flyer Flaggentag 2019






Leserbrief des Friedensbündnisses zum 23.Mai 2019 –
70 Jahre Grundgesetz

(leider bisher unveröffentlicht)

Zum Geburtstag des GG hat das Friedensbündnis sich Gedanken gemacht, ob es Grund zum Feiern gibt. Es hat den gesellschaftlichen Ist-Zustand im Hinblick auf das GG beleuchtet.

Vor dem Hintergrund von Jahren der Willkür und Barbarei während der Naziherrschaft hat der Parlamentarische Rat 1949 für die zukünftige Bundesrepublik Deutschland das Grundgesetz verfasst, um in Zukunft „dem Frieden der Welt zu dienen“ (Präambel).

„Die Völkerrechte gehen den Gesetzen vor“ (Art.25), und so steht die Menschenwürde an oberster Stelle (Art.1), gefolgt von Persönlichkeitsrechten, Gleichberechtigung, Glaubens- und Meinungsfreiheit, Asylrecht … Es sind „unveräußerliche Menschenrechte“, deren Achtung und Schutz „Verpflichtung aller staatlichen Gewalt“ ist.

Von Anfang an war das GG bedroht durch die alte Naziriege (Globke, Gehlen, Maunz …) die von konservativen Politikern nahtlos in die junge Demokratie eingegliedert, ja, gegenüber ehemaligen Menschen aus dem Widerstand sogar bevorzugt wurden.

In den Folgejahren wurden manche Artikel durch Zusätze bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt, so z.B. 1993 die vier klaren Worte des Art.16 „Politisch Verfolgte genießen Asylrecht“. Nach den Pogromen von Rostock und Mölln wurde nicht dem Rassismus Einhalt geboten, sondern die zu Schützenden wurden zu Tätern, zu Verursachern der Pogrome gemacht. Der Zusatz a des Art. 16 enthielt dann das Dublin-Abkommen. Und das geplante „Geordnete Rückkehr-Gesetz“ Seehofers enthält Vorschriften, die verfassungswidrig sind.

Mancher Artikel wird missachtet, so z.B. Art.102 „Die Todesstrafe ist abgeschafft“. Aufklärungsdrohnen der BW liefern Daten für die gezielte Tötung von vermeintlichen Terroristen. Es gibt keine Beweisführung, kein Gerichtsurteil.

Ein anderer Art. brauchte Jahrzehnte für seine Umsetzung. Für die Formulierung in Art.3 „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“, hat Elisabeth Selbert mit 3 weiteren Frauen hart gekämpft. Sie werden die Mütter des GG genannt, 4 Frauen unter 61 Männern des Parlamentarischen Rates. Diese Formulierung sorgte dafür, dass diskriminierende Stellen im BGB umgeschrieben wurden, allerdings erst 1964, 1976, …

Und dann soll Art. 26 Erwähnung finden. In der laxen, intransparenten Genehmigungspraxis von Rüstungsexporten wird der Geist des GG verraten. Deu. Waffen werden auch an kriegführende Drittstaaten geliefert, und sie sind in fast allen Krisenregionen der Welt im Einsatz. Damit werden die Profite der Waffenindustrie vor den friedenspolitischen Anspruch des GG gestellt, vor Ethik und Moral, vor jegliche humanitären Werte. Ein Rüstungskontrollgesetz, das die Friedensbewegung seit Jahren fordert, wird blockiert.

Wir müssen dieses GG hüten, bewahren und zivilcouragiert verteidigen. Und die Politik muss sich immer wieder daran messen lassen. Es bleibt eine Kontrollinstanz in unserem Staat. Wir müssen uns darauf verlassen können. Und wir müssen es immer wieder neu mit Leben füllen. „Ohne dieses GG wäre Deutschland in schlechter Verfassung“ (Heribert Prantl).





Ostermarsch Krefeld 2019 mit dem Fahrrad

Treffpunkt für die Fahrrad-Demo am Ostermontag 22. April 2019 14 Uhr Rathausplatz Krefeld

„Atomschauplatz Krefeld“ An Stationen veranschaulichen wir den Ernstfall. Bei schönem Wetter Endstation „Friedenswiese“ im Stadtwald - mit Spiel und Picknick.

Deutschland muss den Atomwaffenverbotsvertrag der UNO ratifizieren, im eigenen Interesse! 71% der Bundesbürger wünschen es! Unterstützen Sie deshalb unseren Bürgerantrag "Krefeld für den Atomwaffenverbotsvertrag"

Den Flyer »Krefelder Ostermarsch 2019 mit dem Fahrrad« können Sie hier herunterladen.

Krefelder Ostermarsch 2019 mit dem Fahrrad&






Ökumenischen Friedensdekade 2018

In der Ökumenischen Friedensdekade, deren diesjähriges Motto Krieg 3.0 ist, bieten wir zwei Veranstaltungen an:

Szenische Lesung und Lieder zu Desertion und Kriegsstreik im Ersten Weltkrieg –
16.Nov. 19.30 Uhr in der Mennonitenkirche

Filmvorführung - Film des NDR „Der geheime Krieg – Wie von Deutschland aus der Kampf gegen den Terror gesteuert wird“:
21.Nov. 19 Uhr Eine-Welt-Laden


Den Flyer zur Veranstaltung am 16.9.2018 können Sie hier herunterladen.

Flyer


Das Programmheft zur Lesung können Sie hier herunterladen.





Ausstellung „Frieden geht anders“

Gemeinsam mit dem Evangelischen Kirchenkreis zeigen wir

in der Friedenkirche
vom 29.Okt. bis 11.Nov.
die Ausstellung „Frieden geht anders“ in Verbindung mit zwei Vorträgen.


Den Flyer können Sie hier herunterladen.

Antragsformular






Vortrag "Gewaltlosigkeit im Islam"



Anlässlich des Weltfriedenstages veranstaltet das Krefelder Friedensbündnis einen Vortrag mit anschließendem Gespräch

„Gewaltlosigkeit im Islam - Beispiele gewaltfreier Bewegungen in Palästina und Saudi-Arabien“

am Freitag, 21. September um 19 Uhr
in der Mennonitenkirche, Königstr.132, Krefeld
der Eintritt ist frei


Referent: Dr. Muhammad Sameer Murtaza,
Islamwissenschaftler bei der Stiftung Weltethos
(gegründet vom Theologen Hans Küng)

mit einem Grußwort von Frau Dr. Tagrid Yousef,
Leiterin des Kommunalen Integrationszentrums der Stadt Krefeld

Den Flyer können Sie hier herunterladen.

Antragsformular






Für das Leben – gegen Atomwaffen!
Krefeld für den Atomwaffenverbotsvertrag

Antrag laut §24 der Gemeindeordnung NRW: „Anregungen und Beschwerden“.

Bereits seit 2010 ist Krefeld Mitglied bei den "Mayors for Peace". Ziel dieses Zusammenschlusses von weltweit 7.392 Städten ist die Abschaffung aller Atomwaffen, da die Erfahrung von Hiroshima und Nagasaki gezeigt hat, dass insbesondere Städte die Ziele in einem Atomkrieg sein werden.

Unter intensiver Mitarbeit der "Mayors for Peace" wurde 2017 bei den Vereinten Nationen ein Vertrag verabschiedet, der Atomwaffen verbietet, wie es schon zuvor mit anderen Massenvernichtungswaffen geschehen ist. Nun muss dafür gesorgt werden, dass möglichst viele Staaten, insbesondere die Atommächte und Staaten mit "nuklearer Teilhabe", diesen Vertrag ratifizieren und umsetzen.

Die Regierung der Bundesrepublik Deutschland hat sich weder an der Ausarbeitung des Atomwaffenver-botsvertrages beteiligt, noch ist sie bisher bereit, als Staat mit "nuklearer Teilhabe" diesen Vertrag zu ratifizieren. Immer noch lagern ca. 20 Atomsprengköpfe in Büchel in der Eifel und müssten im Ernstfall durch die Bundeswehr zum Einsatz gebracht werden, obwohl der Bundestag bereits 2010 den Abzug beschlossen hat.

Die Stadt Krefeld könnte ihrem erklärten Ziel, ihre Bürger vor dem möglichen Einsatz von Atomwaffen zu schützen, durch einen deutschen Beitritt zum Atomwaffenverbotsvertrag ein gutes Stück näher rücken. Daher ist es für Krefeld der nächste logische Schritt, sich bei der Bundesregierung aktiv für die deutsche Unterzeichnung des Atomwaffenverbotsvertrages einzusetzen.

Die Unterzeichnenden dieses Antrags unterstützen die Initiative der Vereinten Nationen zur Abschaffung von Atomwaffen als unbedingte Notwendigkeit für den Erhalt der Zivilisation und die Verbesserung menschlicher Lebensgrundlagen sowie als potentiellen Schritt zu internationaler Abrüstung und Entspannung.

Der Rat der Stadt Krefeld möge beschließen:
  1. Der Stadtrat appelliert an die Bundesregierung, den Atomwaffenverbotsvertrag zu unterzeichnen und zu ratifizieren.
  2. Im Rahmen ihrer Mitgliedschaft bei „Mayors for Peace“ wird die Stadt mit anderen der Organisation angeschlossenen Städten zusammenarbeiten und die Organisation „Bürgermeister für den Frieden“ aktiv unterstützen.
Begründung:
Atomwaffen gefährden die Existenz der Menschheit. Die Gefahren atomarer Bewaffnung sind durch die globale Zuspitzung zwischen den Atommächten USA und Russland verschärft. Trotz erheblichen Abrüs-tungsschritten im Zuge der Entspannungspolitik konnten bisher die Verbreitung und technische Weiterentwicklung dieser Massenvernichtungswaffen nicht gestoppt werden. Umso mehr ist der auf Ebene der Vereinten Nationen initiierte Prozess zu begrüßen. Die enormen finanziellen Mittel und gewaltigen Anstrengungen, welche die nukleare Hochrüstung erfordert, werden dringend zur Lösung der globalen Herausforderungen – der umfassenden Realisierung von Ernährung, Gesundheit und Bildung, also Frieden – benötigt.

Das Ziel der Mayors For Peace ist u. a. die Solidarität mit anderen Städten, die die Abschaffung von Atom-waffen fordern.

Am 8. Juli 1996 hat der Internationale Gerichtshof in einem Rechtsgutachten festgestellt, dass die Andro-hung und der Einsatz von Atomwaffen grundsätzlich völkerrechtswidrig sind. Im Oktober 2003 beschließen die Mayors For Peace die Kampagne „2020 Vision“, in der die Atomwaffenfreiheit bis zum Jahr 2020 gefordert wird.

Der damalige Bundesaußenminister Steinmeier verlangte im April 2009 den Abzug aller US Atomwaffen aus der BRD (Standort Büchel bei Cochem). Im Koalitionsvertrag von Oktober 2009 (Union und FDP) sagt die Bundesregierung zwar den Abzug der Atomwaffen zu, Bundeskanzlerin Merkel bricht diese Zusage, indem sie fordert, dass der Abzug nicht im Alleingang durchgeführt werde.

Im März 2010 beschloss der Bundestag mit breiter Mehrheit, die Bundesregierung solle sich mit Nachdruck für den Abzug der US- Atomwaffen einsetzen. Immer mehr Menschen in aller Welt fordern einen Abzug/ die kontrollierte Vernichtung/ Nichteinsatz dieser geächteten Vernichtungswaffen. In der BRD sind das schon laut einer Forsa- Umfrage von März 2016 nahezu 93 % der Bevölkerung.

An dieser Mehrheit darf kein Staat vorbeiregieren!

Den Antrag können Sie hier herunterladen.

Antragsformular


Antragsformulare liegen aus im: Eine Welt Laden, Westwall 62, 47798 Krefeld

Ausgefüllte Anträge senden an: Ingrid Vogel, Voßdyk 21, 47803 Krefeld
oder abgeben im: Eine Welt Laden, Westwall 62, 47798 Krefeld





Hiroshima Gedenken am 6.8.2018

Das diesjährige Hiroshima Gedenken findet statt

am Montag, 6. August 2018, 18 Uhr
an der Alten Kirche, Krefeld (Evangelischer Kirchplatz)


Eine Veranstaltung des Krefelder Friedensbündnisses mit
Max Zelzner (Querflöte) und dem Krefelder Friedenschor

18 Uhr: Umzug von der Alten Kirche zum Neumarkt - dort findet ein Die-In statt - und wieder zurück zur Alten Kirche
18.30 Uhr: Fortsetzung der Veranstaltung mit Musik und Redebeiträgen

Den Flyer zum Hiroshima Gedenken 2018 können Sie hier herunterladen.





Aufruf zum
Aktionstag am Fliegerhorst Büchel / Eifel
am Samstag, 7. Juli 2018

Auch in diesem Jahr finden in Büchel wieder von März bis zu den Hiroshima- und Nagasaki-Gedenktagen – von verschiedenen Friedens- und Menschenrechtsgruppen ausgerichtet - Aktionswochen statt, denn es lagern noch immer 20 amerikanische Atomraketen in Büchel.

Aufgrund der aktuellen Aufrüstung der Atomwaffen und der Unberechenbarkeit einzelner Politiker wurde die Doomsday-Clock, die Weltuntergangsuhr, im Januar auf zwei Minuten vor Zwölf gestellt.

Nach langjährigen Bemühungen durch die Internationale Kampagne für die Abschaffung der Atomwaffen (ICAN) haben am 7.Juli 2017 bei der UNO 122 Staaten den Atomwaffenverbotsvertrag verabschiedet. ICAN wurde dafür mit dem Friedensnobelpreis 2017 ausgezeichnet.

Eine überwiegende Mehrheit der deutschen Bevölkerung wünscht sich die Abschaffung dieser schlimmsten aller Massenvernichtungswaffen, ihren Abzug aus Büchel und die Ratifizierung des Atomwaffenverbotsvertrages durch die deutsche Regierung. Diese Mehrheit muss in der Öffentlichkeit sichtbar werden.

Für den 7.Juli haben die Kampagne „Büchel ist überall! Atomwaffenfrei.jetzt“, das Netzwerk Friedenskooperative und eine Projektgruppe von Christ*innen aus mehreren Bundesländern zu einem Aktionstag in Büchel aufgerufen, um vor dem Fliegerhorst für die Ächtung der Atomwaffen und für den Umstieg auf eine zivil orientierte Außen- und Sicherheitspolitik zu demonstrieren. Das Programm bietet Musik, Redebeiträge (u.a. ICAN) Gottesdienst (mit Renke Brahms, dem Friedensbeauftragten der EKD) und gemeinsame Symbolhandlungen an. Es beginnt um 11 Uhr und endet um 16 Uhr.

Wenn sich 40 Krefelder*innen finden, die in Büchel ein Zeichen setzen wollen für eine atomwaffenfreie Welt, könnte auch aus Krefeld ein Bus starten. Abfahrt vorraussichtlich 9 Uhr, Rückankunft ca. 18 Uhr. Fahrtkosten 25 Euro. Es gibt Paten, die die Kosten für einzelne übernehmen können. Rückmeldungen bitte an:

Ingrid Vogel (Sprecherin des Krefelder Friedensbündnisses), Tel.: 02151 753967, Email: kp.i.vogel@web.de

Den Flyer »Aktionstag am Fliegerhorst Büchel / Eifel« können Sie hier herunterladen.

Hier geht es zur Homepage der Aktionspräsenz 2018 »20 Wochen gegen 20 Atombomben«





Ostermarsch Krefeld 2018 mit dem Fahrrad

Den Flyer »Krefelder Ostermarsch 2018 mit dem Fahrrad« können Sie hier herunterladen.

Krefelder Ostermarsch 2018 mit dem Fahrrad&







Krefeld und der Friedensnobelpreis

Wenn am 10. Dezember 2017 in Oslo der Friedensnobelpreis an ICAN verliehen wird, ist das auch für Krefeld ein besonderer Grund sich zu freuen. ICAN ist ein internationales Bündnis aus Organisationen, die sich für eine atomwaffenfreie Welt einsetzen. Dazu gehören auch die „Mayors for Peace“, die „Bürgermeister für den Frieden“, und da macht Krefeld seit 2010 mit. So haben Krefeld und sein Oberbürgermeister in gewisser Weise Teil an diesem Friedensnobelpreis.

Das ist ein Grund zu feiern, meint das Krefelder Friedensbündnis, und hat für Sonntag, den 10. Dezember einiges vorbereitet. Es beginnt um 12 Uhr auf dem Von-der-Leyen-Platz vor dem Rathaus, wo die Stadt die Flagge der „Bürgermeister für den Frieden“ hisst. Von dort aus geht es zur Mennonitenkirche, Königstr. 132, deren Gemeinde sich aus ihrem Glaubensverständnis heraus in besonderer Weise für Frieden und Gewaltfreiheit einsetzt. Um 12.30 Uhr wird die Veranstaltung hier fortgesetzt mit einem musikalischen Beitrag der Sängerin Naomi Weddle und dem Bericht eines jungen Mediziners, der als Mitglied von IPPNW – Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges – an verschiedenen Aktionen von ICAN teilgenommen hat. Die Zeremonie der Nobelpreisverleihung wird dann in einer Liveübertragung aus Oslo ab 13 Uhr in der Kirche zu sehen sein.





Ökumenische Friedensdekade 2017

Anlässlich der Ökumenischen Friedensdekade 2017 lädt das Krefelder Friedensbündnis zusammen mit pax christi KR, GEW KR, Kreisfrauenausschuss im DGB und dem Werkhaus zu folgenden Veranstaltungen ein:

Mi. 15. Nov. 19 Uhr im Südbahnhof, Saumstr. 9
Mehrfach ausgezeichneter Film „90 Minuten – Bei Abpfiff Frieden“, Isr/De/Port 2016
(freier Eintritt)

Mo. 20. Nov. 19 Uhr in der Mennonitenkirche, Königstr. 132
„Think Peace“ – Kurzfilm und Vortrag zur zivilen Konfliktbearbeitung. Wir erfahren, wie und warum es funktioniert: Frieden mit friedlichen Mitteln! Der Bildungsreferent Benno M. Fuchs wird u. a. einen Comic für die Arbeit mit Jugendlichen zu diesem Thema mitbringen.

Di. 21. Nov. 19 Uhr im Bischof-Sträter-Haus, Corneliusstr. 22
„Mit dem Leben bezahlt – Kleidung für uns“. Kurzer Film und Vortrag von Christiane Schnura, Koordinatorin der Clean Clothes Campagne

Den Flyer zur Friedendekade können Sie hier herunterladen.





Ausstellung "Wirksam ohne Waffen" im Südbahnhof

Den Flyer zur Ausstellung können Sie hier herunterladen.

Ausstellung

Ausstellung







Podiumsdiskussion zur Bundestagswahl 2017

Den Flyer zur Veranstaltung können Sie hier herunterladen.

Podiumsdiskussion

Podiumsdiskussion







Ostermarsch Krefeld 2017 mit dem Fahrrad

Den Flyer »Krefelder Ostermarsch 2017 mit dem Fahrrad« können Sie hier herunterladen.

Krefelder Ostermarsch 2017 mit dem Fahrrad&







Doppelaktion gegen Krieg in Kalkar und Essen am 3.10.2016



"Der Krieg beginnt hier und hier muss er gestoppt werden!" Unter diesem Motto protestieren wir mit einer Doppelaktion gegen die Kriegsführung und – vorbereitung der Bundeswehr und der NATO zunächst in Kalkar und anschließend in Essen. Damit die Verpflichtungen zum Frieden und zur Abrüstung, wie sie im Vertrag zur Deutschen Einheit und im Zwei-plus-Vier-Vertrag enthalten sind, endlich umgesetzt werden. Weitere Einzelheiten stehen in diesem Flyer

Treffpunkt für die Bildung von Fahrgemeinschaften nach Kalkar ist am Montag, 3.10. um 10 Uhr vor dem "Eine Welt Laden", Westwall 62. br />






Pflanzung des Hiroshima-Gingkos im Zoo am 1.10.2016

Am Sa. 1.Okt. wird das Ginkgo-Bäumchen aus Hiroshima im Zoo eingepflanzt, das am Hiroshima-Gedenktag im August vom Friedensbündnis Bürgermeisterin Meinke übergeben worden war. Diesmal wird Bürgermeisterin Klaer an der Zeremonie teilnehmen. Neben dem Ginkgo wird eine Info-Tafel aufgestellt, die an die humanitäre Katastrophe des Atombombenabwurfs 1945 erinnert und die Leser mahnt, sich für eine Atomwaffenkonvention einzusetzen.

Treffpunkt ist vor dem Zoo-Eingang um 15.15 Uhr. Interessierte gehen dann als Gruppe kostenlos hinein.







Hiroshima Gedenken am 6.8.2016



Zur diesjährigen Gedenkveranstaltung für die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki lädt das Krefelder Friedensbündnis ein für

Samstag, den 6.August 2016 um 15 Uhr
in die ZooScheune im Zoo Krefeld


Im Rahmen dieser Veranstaltung überreicht das Krefelder Friedensbündnis dem Oberbürgermeister der Stadt einen kleinen Ginkgo-Baum. Er ist aus dem Samen eines Baumes gezogen, der im Shukkeien Garten in Hiroshima den Atombombenabwurf 1945 überlebt hat. Dieser Überlebensbaum soll einen Platz im Zoo erhalten. Er soll – mit einer Tafel versehen – die Erinnerung an die humanitäre Katastrophe in uns wach halten, damit wir uns alle einsetzen für eine Welt ohne Atomwaffen. 2013 beschloss die UNO-Generalversammlung : „Es ist im Überlebensinteresse der ganzen Menschheit, dass Atomwaffen nie wieder und unter keinen Umständen eingesetzt werden.“

Veranstaltungsort ist die Zooscheune im Krefelder Zoo. Wir versammeln uns um 14.45 Uhr vor dem Zoo-Eingang und gehen als Gruppe (kostenlos) hinein.







Engel der Kulturen am 29. Juni 2016 in Krefeld - das Programm

Den neuen Flyer »Engel der Kulturen« können Sie hier herunterladen.

Engel der Kulturen

Engel der Kulturen







Ostermarsch Krefeld 2016 mit dem Fahrrad

Den Flyer »Krefelder Ostermarsch 2016 mit dem Fahrrad« können Sie hier herunterladen.

Krefelder Ostermarsch 2016 mit dem Fahrrad&







Engel der Kulturen am 29. Juni 2016 in Krefeld

Den Flyer »Engel der Kulturen« können Sie hier herunterladen.

Engel der Kulturen

Engel der Kulturen







Film-Matinee "Die Piroge" am 20.9.2015

Aus Anlass des Weltfriedenstages lädt das Krefelder Friedensbündnis zu einer Film-Matinee ein:

Sonntag, 20. September 2015, 11.30 (Einlass) 12.00 (Beginn), Primus-Palast, Lewerentzstr. 40, Krefeld
Eintritt 4€ ermäßigt 2€


„Die Piroge“, ein packender Film, der mit seiner schmerzhaft individuellen Geschichte die Erfahrungen von Millionen Flüchtlingen auf der ganzen Welt beschreibt. Dafür wurde der senegalesische Regisseur Moussa Touré mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet.

In packenden Bildern erzählt Moussa Touré die Geschichte einer Reise über das Meer. Ziel der 30 Männer, die sich auf der Piroge zusammengefunden haben, sind die Kanarischen Inseln. „Touré lässt unseren Atem stocken und uns an der Grausamkeit der Tragödie hautnah teilhaben.“ Hassouna Mansouri, Africiné

Weltfriedenstag: Frieden hat zu tun mit Gerechtigkeit und Teilen, mit Verantwortung gegenüber Mensch und Natur. Eine kannibalische Wirtschaftsordnung und mörderische Waffenexporte, zumal in Krisengebiete und an diktatorische Regime verhindern Frieden. Ein Friedensnobelpreisträger Europa müsste eine andere Lösung für die Flüchtlinge anbieten als Stacheldraht mit Rasierklingen, Kriminalisierung und Demütigung.






Hiroshima Gedenken am 6.8.2015 in Krefeld

Zum 70. Jahrestag der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki lädt das Krefelder Friedensbündnis ein zum


Hiroshima Gedenken
am Donnerstag, 6. August 2015 um 19.30 Uhr
An der Alten Kirche, Krefeld


Die Veranstaltung wird begleitet von Naomi Weddle (Gesang), Max Zelzner (Querflöte) und dem Krefelder Friedenschor.



Gedenken reicht nicht - atomwaffenfrei jetzt!

70 Jahre nach den Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki lagern noch immer über 16.000 Atomsprengköpfe auf unserem Planeten mit einer Zerstörungsgewalt, die 900.000 Mal so groß ist wie die der Hiroshima-Bombe. Statt dieses Teufelszeug endlich zu beseitigen, wird bei allen offiziellen Atomwaffenstaaten und bei den "Nachzüglern" Israel, Indien, Pakistan und Nord-Korea modernisiert; neue bessere, genauere Sprengköpfe, neue Trägersysteme, Flugzeuge, U-Boote. Wir fordern ein weltweiten Stopp von Modernisierungsplänen und das Abrüsten der Atomwaffenarsenale. Atomwaffen gehören geächtet und abgeschafft.




Der Flyer zur Veranstaltung

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Fahrrad-Flaggentour durch Krefeld am 13.12.2014

Fahrrad-Flaggentour

Fahrrad-Flaggentour

Treffpunkt: Samstag, den 13.12.2014 um 11 Uhr vor dem Krefelder Rathaus (von der Leyen Platz) mit Auftaktkundgebung

  1. Abfahrt vom Theaterplatz über die Gartenstraße, dann links in den Westwall. Vor dem KW-Museum links in die Evertsstr., dann rechts in die Breitestr. und bei der Marktstr. wieder rechts auf den Westwall bis zum Südwall.
  2. Am Südwall geht die Tour bis zur Kreuzung Ostwall. Dort links in den Ostwall bis zur Marktstraße und rechts in die Königstr.
  3. Erste Schleife: Auf der Königstraße fahren wir bis zur Kreuzung Rheinstraße Dort fahren wir rechts in die Rheinstraße und wieder rechts in die Lohstraße, vorbei am Stadtmarkt und am Behnischhaus.
  4. Zweite Schleife: An der Marktstraße geht es wieder über die Königstraße bis zur Einmündung Angerhauser Str., wir fahren in die Angerhauser Str. Richtung Hochstraße und schieben dann die Räder mit den Flaggen links über die Hochstraße bis zum Neumarkt. Dort geht es wieder links in die Marktstraße und links in die Königstr. bis zum Nordwall.
  5. Am Nordwall fahren wir bis zur Hubertusstraße und dann links runter bis zur Lindenstraße. Dort rechts über Lindenstraße zu Rund um St. Josef und wieder links über die Lewerenzstr. bis zum Westwall, dort links bis zur Marktstraße.
  6. An der Marktstraße fahren wir links bis zur Breitestraße und schieben dann die Räder bis zum Schwanenmarkt,
  7. Ca. 12 Uhr Ende der Friedenstour 2014 auf dem Schwanenmarkt, wo es einen Flaggenkreis oder eine andere Aktion geben kann, Musik und ein Schlusswort.







Lesung mit Jürgen Grässlin

Am Freitag, den 7.11.2014
um 19:30 Uhr
Volkshochschule Krefeld
Von-der-Leyen-Platz 2, 47798 Krefeld
Eintritt 4 Euro, ermäßigt 2 Euro

Lesung








Veranstaltung "Kriegswirtschaft"


der Erste Weltkrieg, seine Ursachen und seine Folgen

Ein Vortrag von Gastprof. Dr. Stefanie van de Kerkhof, Universität Mannheim/ Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

am Montag, 15. September 2014 um 19 Uhr in der Mennonitenkirche, Königstraße 132, Krefeld


Da sich 2014 der Beginn des Ersten Weltkrieges zum hundertsten Male jährt, hat das Krefelder Friedensbündnis Frau Dr. Stefanie van de Kerkhof als renommierte Expertin eingeladen. Sie forscht und lehrt seit 20 Jahren zum deutschen Kaiserreich und Ersten Weltkrieg.

Dieser Krieg brachte nicht nur über 15 Millionen Kriegstote, Verletzte und Verwüstungen in weiten Teilen Europas mit sich, sondern auch einen massiven Eingriff in die Wirtschaft und Gesellschaft der beteiligten Länder. Er war der erste industrialisierte Krieg in Europa mit spürbaren weltweiten Auswirkungen.

Nicht nur private und staatliche Unternehmen, sondern auch die Konsumformen der einfachen Menschen unterlagen der Kriegswirtschaft, die mit den Steckrübenwintern in der zweiten Kriegshälfte dramatische Ausmaße annahm. Minderwertige Ersatzstoffe wie Kriegsbrot, Kriegsmus und Papiertextilien dominierten das Warenangebot. Ausgehend von langjährigen eigenen Forschungen zu den ökonomischen und sozialen Folgen des Krieges stellt Stefanie van de Kerkhof die ambivalente Rolle der Wirtschaft und ihre Konsequenzen vor und im Ersten Weltkrieg dar.

Als Wirtschafts- und Unternehmenshistorikerin war sie seit 2012 erste WOVENGastprofessorin der Universität Mannheim und lehrt derzeit an der Universität Düsseldorf. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Kriegswirtschaft im 20. Jahrhundert, Rüstungsmärkte im Kalten Krieg, History of Female Entrepreneurship, Regionale Industrialisierung und die Historische Friedens- und Konfliktforschung.

Sie ist Vorsitzende des Arbeitskreises Kritische Unternehmens- und Industriegeschichte e.V., Herausgeberin der „Bochumer Schriften zur Unternehmens- und Industriegeschichte“ und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Landschaftsverbands Rheinland zum Großprojekt „1914 –Aggression und Avantgarde. Mitten in Europa“ mit zahlreichen Ausstellungen im Rheinland (www.rheinland1914.lvr.de).






Friedensfahrradtour und Hiroshima Gedenken am 9.8.2014 in Krefeld

Zu einer gemeinsamen Veranstaltung am Samstag, den 9.8.2014 um 20 Uhr am Arbeitslosenzentrum, Westwall 32-34 in Krefeld laden die Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen DFG-VK Krefeld und das Krefelder Friedensbündnis ein. Zusammen mit den TeilnehmerInnen der DFG-VK Friedensfahrradtour von Köln nach Berlin, die an diesem Tag Station in Krefeld machen, wird an den Beginn des ersten Weltkriegs vor 100 Jahren und an die Atombombenabwürfe von Hiroshima und Nagasaki von 1945 gedacht.

Bei der Friedensfahrradtour fährt eine Gruppe von RadfahrerInnen in der Woche vom 09. bis 17. August 2014 auf dem Weg nach Berlin Rüstungsbetriebe und Militärstandorte an, um dort in diversen Aktionen für Abrüstung und friedliche Konfliktlösung einzutreten.

Erinnert wird an diesem Abend an die amerikanischen Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki 1945. Es war der erste und bislang einzige Einsatz von Atombomben in einem Krieg. Sie töteten 120.000 Menschen sofort, weitere 130.000 starben qualvoll bis Jahresende an Verbrennungen und Verstrahlung, viele Tausende später an Leukämie und Krebs.

Wir mahnen: Nie wieder Hiroshima! Weltweit lagern zigtausende Atomsprengköpfe, ausreichend, um die Erde mehrmals auszulöschen. Der Internationale Gerichtshof in Den Haag hat 1996 einstimmig befunden, dass der Einsatz und die Bedrohung mit Atomwaffen völkerrechtswidrig, d.h. illegal sind.

Informationen zur Friedensradtour unter http://nrw.dfg-vk.de/themen/Fahrradtour.html







Der Flyer der Krefelder Friedensbündnisses

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Forderungen des Krefelder Friedensbündnisses

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