Die Krise verstehen
Veranstaltung zur Finanz- und Wirtschaftskrise am 30.1.2010
In Medien und Politikermündern ist es um die Krise stiller geworden. Auf das Leben der Menschen wirkt sie sich um so heftiger aus. Zu leiden haben vor allem Menschen in der Zweidrittelwelt. Aber auch bei uns steigen die Arbeitslosigkeit, prekäre Beschäftigungsverhältnisse und damit die Armut. In diesen Phänomenen drückt sich die Krise des Kapitalismus aus, die nicht erst seit dem jüngsten Zusammenbruch der Finanzmärkte ihre zerstörerischen Wirkungen zeigt.
Wer nicht ohnmächtig neben scheinbar unabänderlichen Abläufen stehen will, wird versuchen müssen die globale soziale und gesellschaftliche Krise als Krise des Kapitalismus, seiner Widersprüche und inneren Grenze zu verstehen. Dies ermöglicht einen aufklärenden Blick auf viele gesellschaftliche und politische Bereiche: auf die Zusammenhänge zwischen Finanzwirtschaft und Realwirtschaft, die Rollen von Politik und Staat, die neuen Kriege und Militärstrategien, die Eskalation von Gewalt.
Und nicht zuletzt: Welche Herausforderung bedeutet die Krise des Kapitalismus für die sozialen Bewegungen? Sie arbeiten sich überall da ab, wo die Krise ihre verheerende Dynamik entfaltet und die Grundlagen des Lebens zu zerstören droht: vom Schutz für Flüchtlinge, über die Bewahrung der Schöpfung und Friedensarbeit, bis hin zum Kampf gegen Armut und Ausgrenzung.
Unter dem Titel „Die Krise verstehen“ veranstaltet das Krefelder Friedensbündnis zusammen mit RABE Krefeld, pax christi Gruppe Krefeld, attac-Krefeld, Emmaus-Krefeld und dem Arbeitskreis Dritte Welt e.V. einen Plenumsvortrag mit Herbert Böttcher* mit anschließenden Arbeits- bzw. Gesprächsgruppen. Die Veranstaltung findet
am Samstag, 30.Januar 2010, von 10:00 bis 16:00 Uhr
in der „Teestube“ der Bürgerinitiative „Rund um St. Josef e. V.“
Corneliusstraße 43, 47798Krefeld,
statt. Die Teilnahme ist kostenlos. In der Mittagspause wird gegen kleines Entgelt ein Imbiss angeboten.
*Der Referent ist Mitarbeiter der Kommission „Globalisierung und soziale Gerechtigkeit“ der katholischen Friedensbewegung pax christi.